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Bodenlager mieten: Kostengünstige und flexible Lagerflächen für Ihre B2B-Logistik

Die Lagerung auf Bodenniveau bietet Unternehmen maximale Flexibilität bei der Raumausnutzung und minimiert gleichzeitig die Investitionskosten für teure Regalsysteme. Als dynamische Lagerlösung eignet sich das Bodenlager ideal für schwere Lasten, sperrige Güter sowie für schnelle Umschlagsprozesse im Rahmen von Fulfillment und Kontraktlogistik.

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Was ist ein Bodenlager? Definition und logistische Grundlagen

Unter einem Bodenlager (oft auch als regalloses Lager bezeichnet) versteht man eine Lagerart, bei der die Ladeeinheiten – wie Europaletten, Gitterboxen oder Großgebinde – direkt auf dem Hallenboden abgestellt werden. Im Gegensatz zu kapitalintensiven Hochregallagern wird hierbei komplett auf feste Regalsysteme verzichtet.

In der Praxis der Lagerverwaltung und Transportlogistik wird strukturell zwischen zwei Hauptformen unterschieden:

  • Blocklagerung: Hierbei werden die Güter in mehreren Reihen sowohl nebeneinander als auch ohne Zwischenräume direkt übereinandergestapelt. Dies sorgt für eine exzellente Flächenausnutzung.
  • Zeilenlagerung: Die Ladeeinheiten stehen in langen Reihen hintereinander. Zwischen den einzelnen Zeilen verbleiben feste Gangbreiten, um den direkten Zugriff auf jede einzelne Einheit zu gewährleisten.

Diese Lagerlösung kommt besonders häufig in Transport- und Industrieunternehmen zum Einsatz, die große Mengen homogener Artikel mit hoher Umschlagshäufigkeit umschlagen oder extrem schwere Güter lagern müssen, die die Fachlasten herkömmlicher Regale überschreiten würden.

Technische Anforderungen und Infrastruktur einer modernen Lagerhalle

Die Effizienz und Sicherheit in einem Bodenlager hängen maßgeblich von den baulichen und technischen Parametern der Gewerbeimmobilie ab. Da keine Regalkonstruktionen die Lasten abfangen, wirken alle Gewichtskräfte direkt auf das Bauwerk.

Bodenbelastbarkeit und Beschaffenheit

Die Tragfähigkeit des Bodens (angegeben in Kilo- oder Meganewton pro Quadratmeter, z.B. 50 kN/m²) ist der kritischste Faktor. Für den Einsatz schwerer Flurförderzeuge und das Stapeln von schweren Industriegütern sind staubfreie, flachheitsoptimierte Industrieböden (oft als flüssigkeitsdichte Betonböden nach WHG ausgeführt) zwingend erforderlich.

Deckenhöhe und Beleuchtung

Obwohl kein Hochregal verbaut ist, bestimmt die nutzbare lichte Höhe der Industrieimmobilie, wie viele Ladeeinheiten sicher übereinandergestapelt werden können. Eine moderne, blendfreie LED-Hallenbeleuchtung sorgt zudem für Arbeitssicherheit und fehlerfreie Scanprozesse bei der Kommissionierung.

Klimatisierung und Sicherheitsanforderungen

Je nach Warengruppe müssen Lagerbereiche frostfrei, temperaturgeführt oder trocken gehalten werden. Zudem greifen strenge gesetzliche Anforderungen bezüglich des Brandsschutzes (Sprinkleranlagen, Rauch-Wärme-Abzugsanlagen) sowie des Diebstahlschutzes (Videoüberwachung, Zutrittskontrollsysteme).

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Bodenlager mieten

Prozessoptimierung und operative Abläufe im regallosen Lager

Ein reibungsloser Materialfluss im Non-Regallager basiert auf digitalisierten Warehouse-Prozessen. Da feste Stellplatzkoordinaten wie in einem Fachbodenregal fehlen, kommt der Softwaresteuerung eine Schlüsselrolle zu.

  1. Wareneingang & Identifikation: Eintreffende Güter werden per Barcode oder RFID erfasst. Das übergeordnete Warehouse Management System (WMS) weist der Palette eine Zone im Bodenbereich zu.
  2. Einlagerung: Flurförderzeuge (wie Frontstapler oder Schubmaststapler) transportieren die Ware zum Zielort. Bei der Blocklagerung greift meist das LIFO-Prinzip (Last-InFirst-Out), da die zuerst eingelagerten Waren durch die vorderen Blockreihen zugestellt sind.
  3. Lagerverwaltung & Nachverfolgung: Durch chaotische Lagerführung oder dedizierte Zonenverwaltung optimiert das System die Wegezeiten der Stapler. Eine permanente digitale Bestandsführung verhindert Suchzeiten.
  4. Auslagerung & Kommissionierung: Das System steuert die Auslagerungsaufträge wegeoptimiert an. Für Güter mit Mindesthaltbarkeitsdatum oder Chargenpflicht ist eine Zeilenlagerung vorzuziehen, um das FIFO-Prinzip (First-In – First-Out) lückenlos zu garantieren.

Wirtschaftliche Betrachtung: Preise, Kostenfaktoren und Mietmodelle

Die Anmietung oder Auslagerung von Logistikkapazitäten in ein externes Lagerzentrum erfordert eine präzise Kalkulation des Flächenbedarfs. Die Kostenstrukturen für ein Bodenlager setzen sich aus verschiedenen Komponenten zusammen:

KostenfaktorBeschreibungEinfluss auf das Budget
Kaltmiete pro m²Basispreis für die reine Hallenfläche, stark abhängig vom regionalen Standortfaktor.Fixkostenbasis
Betriebs- & NebenkostenAufwände für Heizung, Beleuchtung, Grundsteuern und Versicherungen.Variabel nach Verbrauch
Logistische DienstleistungenHandlingpauschalen (Ein-/Auslagerung), Kommissionierung im Rahmen der Kontraktlogistik.Transaktionsbasiert

Mietmodelle im Überblick

Unternehmen können zwischen langfristigen Mietverträgen für feste Hallenkomplexe oder hochgradig skalierbaren Fulfillmentlösungen wählen. Bei Letzterem wird die Abrechnung oft flexibel pro belegtem Stellplatz oder pro Quadratmeter und Monat abgewickelt, was maximale finanzielle Agilität bei saisonalen Absatzschwankungen garantiert.

Strategische Vorteile und Herausforderungen des Bodenlagers

Vor der Entscheidung für einen bestimmten Lagerstandort sollten B2B-Entscheider die spezifischen Vor- und Nachteile dieser Lagerorganisation sorgfältig abwägen.

Die Vorteile:

  • Minimale Investitionskosten (CapEx): Da keine teuren Regalsysteme angeschafft, montiert und jährlich nach DIN EN 15635 geprüft werden müssen, ist die Inbetriebnahme extrem kostengünstig.
  • Höchste Flexibilität: Die Freifläche kann jederzeit ohne bauliche Veränderungen an veränderte Ladungsabmessungen, wechselnde Verpackungsarten oder neue logistische Abläufe angepasst werden.
  • Einfacher Zugriff und Umschlag: Es entfallen komplexe Ein- und Ausbörschritte in großen Höhen. Flurförderzeuge können Barrieren frei passieren, was die Durchlaufzeiten im Warenumschlag drastisch reduziert.

Die Herausforderungen:

  • Begrenzte Höhennutzung: Ohne Regale limitiert die Stapelfähigkeit der Ware selbst die Ausnutzung des Raumvolumens. Leichte oder nicht stapelbare Güter verschwenden wertvollen Raum nach oben.
  • Höheres Beschädigungsrisiko: Weil die Wareneinheiten direkt aufeinander oder dicht nebeneinander platziert werden, steigt das Risiko von Transportschäden beim Rangieren mit Staplern.
  • Erschwerte Bestandstransparenz: Ohne lückenlose digitale Erfassung durch eine moderne Lagerverwaltungssoftware neigen Blocklager dazu, unübersichtlich zu werden. Ein direkter Zugriff auf unten liegende Einheiten ist unmöglich.

Branchenlösungen: Für welche Güter ist das Bodenlager ideal?

Das Bodenlager ist kein Allrounder, sondern eine hochspezialisierte Lösung für klar definierte Branchensegmente:

  • Baustoffindustrie & Schwerlast: Fliesenpaletten, Zementsäcke, Stahlcoils oder Kabeltrommeln sind extrem schwer und unempfindlich gegen Druck. Sie nutzen die hohe Bodenbelastbarkeit optimal aus.
  • Getränkelogistik & Lebensmittel: Homogene Palettenware (z.B. Mineralwasser- oder Bierkisten) wird in riesigen Mengen umgeschlagen. Die Blocklagerung bietet hier die maximale Verdichtung.
  • Automotive & Zulieferer: Große Gitterboxen mit standardisierten Bauteilen lassen sich hervorragend blockweise stapeln und sichern die taktsynchrone Versorgung der Produktionslinien.
  • Papier- und Verpackungsindustrie: Riesige Papierrollen oder palettierte Kartonagen besitzen oft eine Geometrie, die sich nur schwer in klassische Regalfächer integrieren lässt.

FAQ zum Bodenlager

Ein Bodenlager ist immer dann die wirtschaftlichere Wahl, wenn Sie große Mengen homogener, stapelbarer Güter mit hoher Umschlagshäufigkeit lagern müssen oder wenn es sich um extrem schwere und sperrige Frachten handelt. Werden hingegen viele unterschiedliche Artikel (hohe Variantenvielfalt) mit direktem Zugriffsschutz benötigt, bietet sich das Hochregallager an.

Sobald auf den gelagerten Gütern, Begleitpapieren oder Transportdokumenten personenbezogene Daten (z.B. Kundennamen auf Versandetiketten im Fulfillment) zu finden sind, müssen die Bestimmungen der DSGVO eingehalten werden. Dies erfordert unter anderem den Abschluss eines Auftragsverarbeitungsvertrages (AVV) mit dem Logistikdienstleister sowie strenge physische Zutrittskontrollen zum Lagerobjekt.

Die Berechnung basiert nicht nur auf den Maßen der Ladeeinheiten. Neben der reinen Netto-Lagerfläche müssen zwingend die benötigten Verkehrs- und Rangierflächen für die Flurförderzeuge (Gangbreiten), Flächen für den Warenein- und -ausgang, Kommissionierzonen sowie gesetzlich vorgeschriebene Flucht- und Rettungswege (Branchenrichtlinien der DGUV) hinzugerechnet werden.

Im Rahmen der ordnungsgemäßen Buchhaltung und Logistikprozesse unterliegen Frachtbriefe, Lieferscheine, Lagergeldbücher und Wareneingangsprotokolle in Deutschland den gesetzlichen Aufbewahrungsfristen nach § 257 HGB und § 147 AO. In der Regel müssen diese steuerlich relevanten Dokumente über einen Zeitraum von 6 bis 10 Jahren revisionssicher archiviert werden.

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