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Güterverkehrszentrum in Nürnberg

Das logistische Herz Süddeutschlands im Deep-Dive

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Das Güterverkehrszentrum (GVZ) Nürnberg: Das logistische Herz Süddeutschlands im Deep-Dive

Logistik ist der Blutkreislauf der Wirtschaft, und wenige Orte in Europa pumpen so kräftig wie das Güterverkehrszentrum (GVZ) im bayernhafen Nürnberg. Für Investoren, Logistikleiter und Standortplaner stellt sich oft die Frage: Was macht Nürnberg zu einem der "Big Five" Logistikstandorte in Deutschland? Ist es nur die zentrale Lage oder das Zusammenspiel komplexer infrastruktureller Faktoren?

Dieser Sachtext bietet eine vollständige Standortanalyse. Wir beleuchten nicht nur die Offensichtliches, sondern tauchen tief in die Daten, Kostenstrukturen und strategischen Vorteile dieses trimodalen Hubs ein.

Allgemeine Beschreibung: Mehr als nur ein Gewerbegebiet

Das GVZ Nürnberg ist nicht einfach eine Ansammlung von Lagerhallen; es ist identisch mit dem bayernhafen Nürnberg. Es gilt als das größte und bedeutendste Güterverkehrszentrum in Süddeutschland und zählt laut diversen Rankings (u.a. Deutsche GVZ-Gesellschaft, Fraunhofer SCS) konstant zu den Top-Platzierungen in Europa.

Auf einer Fläche von 337 Hektar (das entspricht ca. 470 Fußballfeldern) haben sich über 200 Unternehmen angesiedelt. Der Standort fungiert als klassische Drehscheibe für den Güterumschlag, aber auch als Zentrum für Recycling, Kontraktlogistik und Value-Added-Services. Die Besonderheit liegt in der gewachsenen Struktur: Hier trifft historische Handelskompetenz der Noris auf hochmoderne trimodale Technologie.

Warum ist die Unterscheidung wichtig? Viele GVZ liegen "auf der grünen Wiese". Das GVZ Nürnberg hingegen ist ein Binnenhafen, der organisch in die industrielle Infrastruktur der Metropolregion Nürnberg eingebettet ist. Das schafft Synergien, die reine "Autobahn-GVZ" oft nicht bieten können.

Lage und geografische Relevanz: Das Tor nach Südosteuropa

Die Frage "Warum Nürnberg?" lässt sich geographisch einfach, aber strategisch komplex beantworten. Nürnberg liegt im Schnittpunkt der wichtigsten europäischen Transportkorridore.

  • Geografische Lage: Zentral in Bayern, Metropolregion Nürnberg.
  • Korridore: Der Standort liegt auf dem TEN-T (Transeuropäisches Verkehrsnetz) Kernnetzkorridor Skandinavien-Mittelmeer und Rhein-Donau.

Die Lage dient als Gateway für Verkehre nach Österreich, Italien (über den Brenner), Tschechien und weiter nach Südosteuropa. Für Unternehmen bedeutet dies: Wer den Balkan oder Norditalien bedienen muss, kommt an Nürnberg kaum vorbei.

Key Facts & Zusammenfassung

Hier die wichtigsten Fakten auf einen Blick für Eilige:

KategorieDaten / Fakten
Gesamtfläche337 ha
BetreiberHafen Nürnberg-Roth GmbH (Teil der bayernhafen Gruppe)
VerkehrsträgerTrimodal: Schiff, Bahn, LKW
Gleisnetz> 50 km
ContainerterminalBetrieben von TriCon, Kapazität für > 100.000 Einheiten
Gewerbesteuer447 v.H. (Stadt Nürnberg)
Mietpreisniveau5,50 € - 8,50 € / m² (stark abhängig von Objektart)
Fokus-BranchenTransport, Recycling, Kontraktlogistik, Schwergut
Karte von Nürnberg: Straßennetz, Autobahnen und Flughafen Nürnberg mit Anbindungen

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Die Trimodalität: Wasser, Schiene und Straße im perfekten Takt

Ein entscheidendes Qualitätsmerkmal für ein modernes GVZ ist die Unabhängigkeit vom reinen LKW-Transport. Wie gut ist Nürnberg hier wirklich aufgestellt?

Wasseranbindung: Der Main-Donau-Kanal

Nürnberg liegt am Main-Donau-Kanal (MDK). Dies ermöglicht den Transport von Massengütern (Düngemittel, Schrott, Baustoffe) und Schwergut von der Nordsee (via Rhein/Main) bis zum Schwarzen Meer.

  • Kailänge: 5,5 km
  • Umschlag: Jährlich werden ca. 3-4 Millionen Tonnen per Schiff und Bahn umgeschlagen (kombiniert), wobei das Schiff besonders für die Kreislaufwirtschaft und Projektlogistik (Turbinen, Transformatoren) essenziell ist.

Schienenanbindung: Der Taktgeber

Das GVZ verfügt über eine exzellente Schieneninfrastruktur, die von der Hafen Nürnberg-Roth GmbH betrieben wird.

  • Gleisnetz: Über 50 km hauseigenes Gleisnetz.
  • Kombinierter Verkehr (KV): Das Containerterminal wird von der TriCon betrieben. Es ist eines der leistungsfähigsten im deutschen Binnenland.
  • Verbindungen: Tägliche Ganzzugverbindungen (AlbatrosExpress) zu den Seehäfen Hamburg und Bremerhaven sowie Verbindungen nach China (Chengdu) unterstreichen die globale Relevanz.

Straßenanbindung: Das Autobahnkreuz

Die "letzte Meile" und der Vorlauf erfolgen über die Straße. Das GVZ punktet durch direkte Anschlüsse ohne Ortsdurchfahrten:

  • A73 (Frankenschnellweg): Direkter Anschluss (Hafen-Ost / Hafen-Süd).
  • A6 (Paris-Prag): Wenige Minuten entfernt, wichtigste Ost-West-Achse.
  • A9 (Berlin-München): Über das Kreuz Nürnberg-Süd erreichbar.
  • A3 (Holland-Passau): Über das Kreuz Altdorf/Nürnberg erreichbar.

Luftfracht: Der Albrecht Dürer Airport

Nur ca. 10–12 km Luftlinie entfernt liegt der Flughafen Nürnberg. Zwar ist das GVZ kein direkter "Airpark", aber die Nähe ermöglicht schnelle Ersatzteilversorgung und Express-Logistik. Der Flughafen ist ein wichtiges Hub für Nachtluftpost und Expressdienste in Süddeutschland.

Infrastruktur und technische Ausstattung

Was bietet das Gelände konkret an Hard-Facts für den operativen Betrieb?

  • Krananlagen: Das KV-Terminal verfügt über mehrere Hochleistungs-Portalkräne und Reachstacker, die eine schnelle Abfertigung von Containern und Wechselbrücken garantieren.
  • Schwergut: Ein stationärer 250-Tonnen-Schwerlastumschlagplatz (RoRo-Rampe und Mobilkran-Einsatz möglich) erlaubt das Handling von High-Tech-Maschinenbauprodukten (z.B. von Siemens).
  • Ver- und Entsorgung: Das Areal ist vollständig erschlossen, inklusive modernster Glasfaseranbindung für digitale Logistikprozesse (IoT, Tracking).
  • Sicherheit: Viele Areale sind videoüberwacht; zudem gibt es einen eigenen Zollhof für die schnelle Abwicklung von Import/Export-Gütern (Atlas-Verfahren).

Immobilienmarkt, Preise und Kostenstrukturen

Dies ist der wohl kritischste Teil für Investoren und Mieter. Die Nachfrage in Nürnberg übersteigt das Angebot bei weitem.

Mietpreise für Logistikflächen

In der Top-Logistikregion Nürnberg sind die Mieten in den letzten Jahren deutlich gestiegen.

  • Bestandsflächen: Aktuell liegen die Mieten oft zwischen 5,50 € und 6,80 € pro m².
  • Neubauflächen (Prime Rents): Spitzenmieten durchbrechen mittlerweile oft die 7,50 € bis 8,50 € pro m² Marke, abhängig von Ausstattung (WGK-Fähigkeit, Sprinklerung, Hallenhöhe).
  • Hinweis: Im GVZ selbst ist die Leerstandsquote extrem niedrig (nahe 0%). Neuansiedlungen sind oft nur über "Brownfield-Entwicklung" (Abriss und Neubau) oder Nachverdichtung möglich.

Grundstückspreise

Bodenrichtwerte im Hafengebiet sind hoch, da es sich um voll erschlossenes Industriegebiet (GI) handelt. Preise können – sofern überhaupt Grundstücke auf dem freien Markt verfügbar sind – zwischen 250 € und 400 € pro m² liegen, wobei viele Flächen im Erbbaurecht durch die Hafen Nürnberg-Roth GmbH vergeben werden, was die Liquidität für bautreibende Unternehmen schont, aber laufende Erbbauzinsen bedeutet.

Steuerhebesätze (Stadt Nürnberg)

Ein entscheidender Faktor für die Betriebskostenkalkulation ("Nebenkosten"), da die Grundsteuer in der Regel auf Mieter umgelegt wird. Aufgrund der bundesweiten Grundsteuerreform kam es hier 2025 zu signifikanten nominellen Änderungen.

Grundsteuer B (für bebaut/bebaubare Grundstücke): 780 v.H. (Stand 2025) / Senkung auf 750 v.H. ab 2026 beschlossen.

Erklärung: Dieser Hebesatz wirkt auf den ersten Blick im Vergleich zum Jahr 2024 (555 v.H.) massiv erhöht. Dies ist jedoch eine direkte Folge der Grundsteuerreform in Bayern (Flächenmodell). Da die neuen Steuermessbeträge (die Basis der Berechnung) durch die Reform oft niedriger ausfielen, musste die Stadt den Hebesatz anheben, um das Gesamtaufkommen stabil zu halten ("Aufkommensneutralität").

Kontext für Investoren: Trotz der nominellen Erhöhung bleibt die tatsächliche Steuerlast für viele Logistikimmobilien oft vergleichbar zum Vorjahr, da in Bayern nun reine Flächenansätze gelten und der Wert der Immobilie (Ertragswert) keine Rolle mehr spielt.

Regionaler Vergleich: Zum Vergleich liegen Nachbarstädte wie Fürth (ca. 660 v.H.) oder Erlangen oft etwas niedriger.

Umlagefähigkeit: Die Grundsteuer ist als Betriebskostenposition vollständig auf gewerbliche Mieter umlegbar.

Gewerbesteuer-Hebesatz: 447 v.H.

Dieser Satz liegt über dem bayerischen Landesdurchschnitt (oft ca. 330–380 v.H. im ländlichen Raum), ist aber typisch für eine Großstadt mit entsprechender Infrastruktur. Der Standortvorteil des GVZ (kurze Wege, Trimodalität) muss diese steuerliche Mehrbelastung operativ rechtfertigen.

Wirtschaftliche Entwicklung & Top-Logistikregion: Warum Nürnberg boomt

Warum wird Nürnberg von der Fraunhofer Arbeitsgruppe für Supply Chain Services (SCS) regelmäßig als Top-Logistikregion klassifiziert?

  1. Hohe industrielle Dichte: Logistik in Nürnberg ist nicht nur Transit. Sie versorgt eine starke lokale Industrie (Siemens, MAN, Bosch, Schaeffler in der Region). Es gibt einen hohen Bedarf an Produktionslogistik.
  2. Konsumgüter: Die Metropolregion hat ca. 3,5 Millionen Einwohner. Die City-Logistik und E-Commerce-Belieferung treiben die Nachfrage.
  3. Resilienz: Durch den Mix aus Recycling, Spedition und Industrie ist der Standort krisenfester als reine Automotive-Standorte.

Wirtschaftliche Kennzahlen des bayernhafen Nürnberg (ca. Werte):

  • Umschlag (Schiff + Bahn): > 4 Mio. Tonnen p.a.
  • Beschäftigte im Hafengebiet: > 7.000 Arbeitsplätze.
  • Wertschöpfung: Der Hafen ist ein Jobmotor für die gesamte Region.

Angesiedelte Unternehmen und Branchenmix

Der Mix macht den Erfolg. Im GVZ Nürnberg finden wir eine "Logistik-Ökosystem".

  • Spedition & Transport: Große Namen wie DB Schenker, Kuehne + Nagel, Geis Group (Hauptsitz in der Region), Raben oder Dachser sind präsent oder in direkter Umgebung.
  • KEP-Dienste:DPD betreibt ein großes Depot direkt im Hafen, DHL und UPS sind in unmittelbarer Schlagdistanz.
  • Kreislaufwirtschaft: Ein sehr starker Sektor im Nürnberger Hafen. Unternehmen im Bereich Schrottrecycling, Papierverwertung und Altglasaufbereitung nutzen die Wasserstraße für den Abtransport der Sekundärrohstoffe.
  • Handel & Industrie: Diverse Importeure nutzen die Lagerkapazitäten für Waren aus Fernost.

Arbeitskräfte und Fachkräftesituation

Ist genug Personal vorhanden? Dies ist die Achillesferse fast aller deutschen Logistikstandorte, und Nürnberg bildet keine Ausnahme.

  • Verfügbarkeit: Die Arbeitslosenquote in Nürnberg liegt oft leicht über dem bayerischen Durchschnitt, was theoretisch ein Arbeitskräftereservoir bietet.
  • Fachkräfte: Es herrscht ein Mangel an LKW-Fahrern und spezialisierten Fachkräften für Lagerlogistik.
  • Konkurrenz: Die Logistik konkurriert stark mit der gut zahlenden Industrie (Metall/Elektro).
  • Bildung: Ein großer Pluspunkt ist die Bildungslandschaft. Die Region bietet mit der Friedrich-Alexander-Universität (FAU) und der TH Nürnberg Studiengänge mit Logistikschwerpunkt. Zudem gibt es diverse Berufsschulen für Spedition und Logistikdienstleistung. Dies sichert den Nachwuchs im "White-Collar"-Bereich (Disponenten, Supply Chain Manager).

Besonderheiten und Zukunftsausblick

Was macht das GVZ Nürnberg einzigartig? Es ist die Symbiose aus Technologie und Nachhaltigkeit. Der bayernhafen setzt massiv auf "Green Logistics". Dazu gehören LNG-Tankstellen, Ladesäuleninfrastruktur für E-LKW und Projekte zur Nutzung von Wasserstoff. Ein weiteres Highlight ist die Schwergut-Kompetenz: Die Möglichkeit, 500 Tonnen schwere Transformatoren vom LKW auf das Binnenschiff zu verladen, ist in Süddeutschland rar gesät.

Zukunftsaussichten: Der Standort steht vor der Herausforderung der Flächenknappheit. Zukünftiges Wachstum wird primär "in die Höhe" (mehrstöckige Logistik) oder durch Effizienzsteigerung (Digitalisierung, Automatisierung im Terminal) stattfinden müssen. Wer sich hier ansiedeln will, muss schnell sein oder auf Bestandsübernahmen spekulieren.

Fazit für Entscheider

Das GVZ Nürnberg ist mehr als ein regionaler Verteilerpunkt; es ist eine europäische Logistik-Drehscheibe. Die höheren Kosten (Mieten, Steuer) im Vergleich zum ländlichen Raum werden durch die massive Effizienz der trimodalen Anbindung und die Nähe zu Absatzmärkten und Industrie kompensiert. Für Unternehmen, die auf multimodale Transporte und schnelle Erreichbarkeit Süd- und Osteuropas angewiesen sind, ist Nürnberg "The Place to Be".

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