
IDS Geschäftsjahr 2025
Mengenrückgang im angespannten Markt – Netzwerk strukturell neu aufgestellt
- 14,35 Mio. Sendungen im Jahr 2025 (-5,2 %)
- 3,73 Mio. Tonnen (-3,2 %)
- B2C-Anteil sinkt auf 15,4 %
- Netzumstrukturierung nach DSV-Austritt erfolgreich abgeschlossen
- 10 % der HUB-Linien bis Ende 2026 elektrisch
Kleinostheim, 17. März 2026 – Das Geschäftsjahr 2025 war für die IDS Logistik GmbH erneut von einem schwierigen konjunkturellen Umfeld geprägt. Deutschlands größtes Stückgutnetz verzeichnete ein Gesamtaufkommen von 14,35 Mio. Sendungen und damit ein Minus von 5,2 Prozent gegenüber 2024. „Wir sehen weiterhin keine konjunkturellen Impulse im deutschen Markt. Gleichzeitig steigen die Personalkosten unverändert. Das belastet die Wirtschaftlichkeit im Stückgutgeschäft erheblich“, erklärt Dr. Michael Bargl, Geschäftsführer der IDS Logistik GmbH.
Nationale und internationale Entwicklung
Insgesamt wurden deutschlandweit im IDS Netz 11,33 Mio. Sendungen (-5,9 Prozent) und gut 3 Millionen Tonnen Güter (-4,2 Prozent) bewegt. International transportierte IDS mit gut 3 Mio. Sendungen 2,6 Prozent weniger als in 2024. Die Tonnage entwickelte sich hier mit +1,5 Prozent auf 0,69 Mio. Tonnen leicht positiv – ein Indiz für strukturelle Verschiebungen in Richtung höhergewichtiger Sendungen.
Das B2C-Geschäft, das sich proportional zum Konsumverhalten der privaten Haushalte bewegt, gab mit einem Anteil von 15,4 Prozent am nationalen Volumen noch einmal leicht gegenüber dem Vorjahr nach. Auch die Beschaffungslogistik bleibt mit 8,5 Prozent Anteil am Sendungsvolumen ein stabiler, aber begrenzter Marktbereich.
Der Gesamtumsatz über alle 53 IDS Standorte lag mit 2,72 Mrd. EUR 6,5 Prozent unter dem Vorjahreswert. Hierin spiegelt sich insbesondere das Ausscheiden von DSV aus dem IDS Netz und der Einstieg neuer Partner wider.
Netzumstrukturierung nach DSV-Austritt
Eine zentrale Entwicklung in 2025 war die Umstrukturierung des IDS Netzes infolge des Ausscheidens von DSV nach der Schenker-Übernahme. Die frei gewordenen Standorte konnten vollständig und qualifiziert neu besetzt werden. Die Integration der neuen Partner verlief operativ reibungslos.
Damit umfasst das IDS Netzwerk jetzt 5 Gesellschafter und 8 Strategiepartner national sowie 8 internationale Partner.
Kosten, Preise und Wettbewerb
Steigende Kosten bei Personal, Energie und CO₂-Maut prägen weiterhin das Marktumfeld. Eine Weitergabe der Kostenerhöhungen an die Kunden sei „unvermeidlich“, so Bargl. Gleichzeitig verschärft sich der Wettbewerbsdruck bei rückläufigen Mengen. Nachhaltigkeit wird zwar in Ausschreibungen adressiert, die Zahlungsbereitschaft für entsprechende Mehrkosten bleibt jedoch insgesamt gering.
Digitalisierung und KI als Effizienzhebel
Zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit setzt IDS konsequent auf Produktivitätssteigerungen durch Digitalisierung und KI-Anwendungen. Im Fokus stehen dabei vor allem die Weiterentwicklung der ETA-Prozesse und eine KI-gestützte Optimierung entlang der Wertschöpfungskette.
Green Logistics: Ausbau der E-Mobilität
Der Transformationspfad in Richtung emissionsärmerer Hauptläufe wird fortgesetzt. Bis Ende 2026 sollen 10 Prozent der HUB-Linien auf batterieelektrische Verkehre (BEV) umgestellt werden. Parallel investiert IDS in Ladeinfrastruktur an den Depotstandorten, eigene Stromerzeugung (Photovoltaik), stationäre Batteriespeicher sowie Wärmepumpenlösungen. Beim IDS Zentral-Hub in Neuenstein wurden bereits entsprechende Maßnahmen umgesetzt.
Marktausblick 2026
Für 2026 erwartet IDS sowohl im nationalen als auch im internationalen Geschäft, insbesondere auch bedingt durch die Umstrukturierungen im Netz, einen weiteren Mengenrückgang im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Der Markt bleibt durch Kostendruck, Fachkräftemangel und strukturelle Unsicherheiten geprägt. Konjunkturelle Impulse fehlen, geopolitische Unsicherheiten und regulatorische Belastungen prägen das Umfeld. „Unser strategischer Fokus liegt klar auf Effizienz, Netzwerkstärke und nachhaltiger Infrastruktur. Wir investieren gezielt, um substanziell gefestigt aus dieser Marktphase hervorzugehen“, so Bargl. „Wir stärken unsere Partnerunternehmen strukturell und technologisch – das ist die Basis für nachhaltiges Wachstum, sobald der Markt wieder anzieht“.
Das IDS Netz: Zahlen und Fakten des Geschäftsjahrs 2025*
| 2025 | 2024 | Veränderung |
Umsatz gesamt | 2,72 Mrd. € | 2,91 Mrd. € | -6,5 % |
Sendungen gesamt | 14,35 Mio. | 15,14 Mio. | -5,2 % |
davon Sendungen national | 11,33 Mio. | 12,03 Mio. | -5,8 % |
davon Sendungen international | 3,02 Mio. | 3,10 Mio. | -2,6 % |
Anteil B2C-Sendungen | 15,4 % | 15,9 % |
|
Tonnage national | 3,05 Mio. t | 3,18 Mio. t | -4,1 % |
Mitarbeiter | 6.647 | 6.446 | +3,1 % |
durchschnittliche Umschlagfläche der Depots | 7.183 qm | 7.641 qm | -6,0 % |
Wechselbrücken und Sattel | 5.466 | 5.125 | +6,7 % |
Nahverkehrsfahrzeuge | 3.503 | 3.540 | -1,0 % |
*Zahlen zu Umsatz, Umschlagfläche, Mitarbeiter und Fahrzeugen inkl. neuen IDS Partnern, ohne DSV
IDS Logistik GmbH – Das Stückgut-Netzwerk in Deutschland:
Die IDS Logistik GmbH ist mit 53 Standorten, 14,35 Millionen Sendungen (2025) und rund 6.600 Beschäftigten die größte Stückgutkooperation in Deutschland. Transporte ins europäische Ausland realisiert IDS mit Landesgesellschaften seiner Franchisenehmer sowie mit ausgewählten Europapartnern. Das Full-Service-Angebot reicht von der Beschaffung über Lagerung und Distribution bis zum Retouren-Management. Das Unternehmen bedient Auftraggeber aus dem B2B und B2C-Versand.
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