Region in Bayern

Güterverkehrszentrum in Regensburg

Das trimodale Tor nach Südosteuropa

 

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Das Güterverkehrszentrum (GVZ) Regensburg: Das trimodale Tor nach Südosteuropa

Die Standortwahl ist in der Logistikbranche längst keine reine Kostenfrage mehr, sondern eine strategische Entscheidung über Resilienz, Schnelligkeit und ökologische Nachhaltigkeit. Warum entscheiden sich Global Player wie BMW oder IKEA für Regensburg? Die Antwort liegt nicht nur in der geografischen Lage, sondern in der exzellenten Vernetzung der Verkehrsträger.

Das Güterverkehrszentrum (GVZ) Regensburg, untrennbar verbunden mit dem Bayernhafen Regensburg, ist mehr als nur ein Gewerbegebiet. Es ist die logistische Herzkammer Ostbayerns und eine der wichtigsten Drehscheiben im europäischen Güterverkehr. In dieser tiefgehenden Standortanalyse beleuchten wir die Infrastruktur, die Kostenstrukturen und das Zukunftspotenzial dieses High-Performance-Standorts.

Allgemeine Beschreibung und strategische Bedeutung

Das GVZ Regensburg ist kein isoliertes Areal, sondern fungiert in Symbiose mit dem Bayernhafen Regensburg als trimodaler Hub. Es liegt am nördlichsten Punkt der Donau und markiert damit eine geostrategische Schlüsselposition: Hier trifft die west-östliche Magistrale (Rhein-Main-Donau) auf die nord-südlichen Achsen Richtung Italien und Tschechien.

Mit einer Gesamtfläche von rund 185 Hektar (Hafengebiet inkl. Ansiedlungsflächen) zählt der Standort zu den leistungsfähigsten in Bayern. Die Besonderheit liegt in der historisch gewachsenen und modern ausgebauten Verknüpfung von Wasserstraße, Schiene und Straße. Für Unternehmen bedeutet dies: Maximale Flexibilität bei Störungen in der Lieferkette und eine direkte Anbindung an die Weltmärkte über die Nordseehäfen (via Schiene) und das Schwarze Meer (via Binnenschiff).

Wichtige Frage für Standortsucher:Bietet der Standort Ausweichmöglichkeiten bei Niedrigwasser oder Streiks? Ja. Durch die redundante Auslegung als trimodaler Knotenpunkt können Güter flexibel zwischen Bahn, LKW und Schiff umgeroutet werden, was die Supply Chain Resilienz massiv erhöht.

Infrastruktur und Modalität: Der Trimodale Motor

Die Leistungsfähigkeit eines GVZ steht und fällt mit seiner Modalität. Regensburg punktet hier mit einer „echten“ Trimodalität, bei der alle drei Verkehrsträger gleichwertig leistungsfähig ausgebaut sind.

Wasseranbindung (Binnenschifffahrt)

Der Bayernhafen Regensburg ist der umschlagstärkste Hafen in Bayern (bezogen auf Schiff und Bahn kombiniert).

  • Kaianlagen: Ausgestattet für Schüttgüter, Stückgüter und Schwerlast.
  • Roll-on/Roll-off (RoRo): Es besteht eine RoRo-Anlage, die besonders für landwirtschaftliche Maschinen und Schwerlasttransporte Richtung Osteuropa (Ungarn, Rumänien, Bulgarien) genutzt wird.
  • Fahrrinne: Die Donau ist hier für Großmotorgüterschiffe (GMS) und Schubverbände ausgebaut.

Schienenanbindung (Intermodal)

Die Schiene ist das Rückgrat des GVZ Regensburg, insbesondere für den Export der Automobilindustrie und den Import von Handelswaren.

  • Terminal: Das Umschlagterminal für den Kombinierten Verkehr (KV) verfügt über moderne Portalkräne und Reachstacker.
  • Kapazität: Tägliche Ganzzugverbindungen verbinden Regensburg mit den Nordseehäfen (Hamburg, Bremerhaven) sowie den Südhäfen (Triest, Koper). Dies macht Regensburg zum „Dry Port“ für Seefracht.
  • Netzwerk: Über 40 km gleiseigene Infrastruktur im Hafengebiet sorgen dafür, dass fast jedes Grundstück einen Gleisanschluss realisieren kann oder direkten Zugang zum Terminal hat.

Straßenanbindung

Die „Last Mile“ und der Vorlauf erfolgen über ein hochbelastbares Straßennetz, das für Schwerlastverkehr optimiert ist.

  • Direkter Anschluss: Das GVZ liegt unmittelbar an der Bundesautobahn A3 (Nürnberg-Passau-Wien), einer der wichtigsten europäischen Ost-West-Achsen.
  • Nord-Süd-Achse: Über das Autobahnkreuz Regensburg ist die A93 (Hof-München) in wenigen Minuten erreichbar, was den Zugang nach München und Richtung Berlin/Tschechien sichert.
  • Bundesstraßen: Die B15n (neu) fungiert als wichtige Ergänzung für den Nord-Süd-Verkehr und entlastet den Ballungsraum.

Luftfracht

Der Standort verfügt über keinen eigenen Frachtflughafen, liegt aber strategisch günstig:

  • Flughafen München (MUC): Ca. 85 km entfernt (ca. 50-60 Min. Fahrzeit). Einer der größten Cargo-Hubs Europas.
  • Flughafen Nürnberg (NUE): Ca. 110 km entfernt. Relevant für Expressfracht.
Karte von GVZ Regensburg: Straßennetz, Autobahnen und Flughafen GVZ Regensburg mit Anbindungen

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Bildnachweis: A. Köppl | CC-BY-SA-4.0

Key Facts GVZ Regensburg

KategorieDaten / Fakten
Gesamtflächeca. 185 ha (Hafen + GVZ)
VerkehrsträgerTrimodal (Straße, Schiene, Wasser)
AutobahnA3 (direkt), A93 (ca. 4 km)
Umschlag (Gesamt)ca. 8 - 9 Mio. Tonnen p.a. (Bahn + Schiff, var. nach Jahr)
Mietpreis LogistikØ 6,50 - 7,50 €/m² (Neubau)
Gewerbesteuer425 % (Stadtgebiet)
FlughafenMUC (85 km)
BrancheAutomotive, Handel, Maschinenbau
BetreiberBayernhafen GmbH & Co. KG

Lage und Einzugsgebiet: Die Top-Logistikregion Donau

In den Rankings der „Fraunhofer Arbeitsgruppe für Supply Chain Services SCS“ wird die Region regelmäßig als Top-Logistikregion geführt. Aber warum?

Die Region Regensburg/Donau besticht durch ihre Lage im Zentrum Europas. Sie dient als Scharnierfunktion zwischen den hochindustrialisierten Standorten in Süddeutschland und den aufstrebenden Märkten in Mittel- und Osteuropa (CEE).

  • Catchment Area: Innerhalb von 3 LKW-Fahrstunden erreichen Sie München, Nürnberg, Stuttgart, Prag und Linz.
  • Industriedichte: Die Region weist eine der höchsten Industriedichten in Bayern auf, getrieben durch Automotive, Maschinenbau und Elektrotechnik.

Wirtschaftliche Entwicklung und Branchenfokus

Die wirtschaftliche Dynamik Regensburgs ist beeindruckend und entkoppelt sich oft vom Bundestrend.

  • Automotive Cluster: Das BMW Werk Regensburg und zahlreiche Tier-1 Zulieferer (Continental, Vitesco Technologies) prägen die Nachfrage nach Kontraktlogistik und Just-in-Time/Just-in-Sequence (JIT/JIS) Abwicklungen.
  • Handel & E-Commerce: Aufgrund der zentralen Lage nutzen immer mehr Handelsunternehmen Regensburg als Verteilzentrum für Bayern und Österreich.
  • Maschinenbau: Die Schwergut-Logistik profitiert von der direkten Wasseranbindung, um riesige Anlagenteile (z.B. Transformatoren, Brauereikessel) zu verschiffen.

Die Arbeitslosenquote in Stadt und Landkreis Regensburg liegt traditionell weit unter dem Bundesdurchschnitt (oft zwischen 2,5 % und 3,5 %), was auf Vollbeschäftigung hindeutet.

Kostenanalyse: Mieten, Preise und Steuern

Für Investoren und Mieter sind die harten Zahlen entscheidend. Regensburg ist ein Premium-Standort („B-Standort mit A-Qualität“), was sich in den Preisen widerspiegelt.

Mietpreise für Logistikimmobilien

Aufgrund der Flächenknappheit und der hohen Nachfrage sind die Mieten in den letzten Jahren gestiegen.

  • Neubau / Top-Bestand: Die Spitzenmieten für moderne Logistikflächen (Hallenschiff, min. 10m UKB, Sprinklerung) liegen aktuell bei ca. 6,50 €/m² bis 7,50 €/m² (Stand: Prognose 2024/25, abhängig von Ausstattung und Laufzeit).
  • Bestand (älter): Ältere Objekte sind ab ca. 5,00 €/m² bis 6,00 €/m² verfügbar, jedoch selten vakant.

Grundstückspreise

Im direkten Hafengebiet werden Flächen meist über Erbbaurechtsverträge vergeben, was die Liquidität der ansiedelnden Unternehmen schont.

  • In den umliegenden Gewerbegebieten (GVZ-Erweiterungen oder Landkreis) liegen die Kaufpreise für erschlossenes Gewerbeland oft zwischen 150 €/m² und 300 €/m², je nach Gemeinde und Anbindung.

Gewerbesteuerhebesätze (Stand 2024)

Ein wichtiger Faktor für die Standortwahl ist die steuerliche Belastung.

  • Stadt Regensburg: 425 % (Dies ist vergleichsweise hoch, wird aber durch die Infrastruktur kompensiert).
  • Umland (Landkreis Regensburg): Die Hebesätze variieren hier stark, oft zwischen 320 % und 380 %. Unternehmen, die flächenintensive Logistik betreiben, weichen oft in die direkt angrenzenden Gemeinden (z.B. Barbing, Neutraubling) aus, die operativ zum Cluster gehören, aber steuerlich günstiger sind.

Arbeitskräfte und Fachkräftesituation

Ein kritischer Faktor in der Logistik: Gibt es genug Personal?

  • Akademische Fachkräfte: Regensburg ist eine Studentenstadt (Universität Regensburg, OTH Regensburg) mit über 30.000 Studierenden. Dies sichert einen stetigen Zustrom an Ingenieuren, IT-Spezialisten und Betriebswirten für das Management.
  • Gewerbliches Personal: Hier herrscht, wie fast überall in Deutschland, Mangel. Die Konkurrenz durch die gut zahlende Automobilindustrie ist groß.
  • Lösungsansatz: Logistikunternehmen im GVZ setzen vermehrt auf Automatisierung und überregionale Rekrutierung. Die Attraktivität der Stadt Regensburg (UNESCO-Welterbe) hilft beim Anwerben von Fachkräften (Relocation).

Angesiedelte Unternehmen

Der Mix im GVZ und Bayernhafen ist diversifiziert, was Klumpenrisiken minimiert:

  1. IKEA: Betreibt hier eines seiner weltweit größten Distributionszentren für die Belieferung der Einrichtungshäuser in Zentral- und Osteuropa.
  2. BMW Group: Nutzung von Logistikflächen zur Teileversorgung und CKD-Verpackung (Completely Knocked Down) für Überseewerke.
  3. Kühne + Nagel / DB Schenker: Große Niederlassungen internationaler Speditionen.
  4. Scherbauer Spedition: Ein lokaler Champion mit großer Präsenz.
  5. Entsorgungs- und Recyclingwirtschaft: Aufgrund der Bahnanbindung haben sich auch Unternehmen der Kreislaufwirtschaft angesiedelt.

Besonderheiten und Zukunftsaussichten: Green Logistics

Was macht das GVZ Regensburg zukunftssicher?

  • Fokus Nachhaltigkeit: Der Bayernhafen investiert massiv in Landstromanlagen und die Förderung des Schienengüterverkehrs. Dies hilft Unternehmen, ihre CO2-Bilanz (Scope 3) zu verbessern.
  • Digitalisierung: Projekte zur digitalen Slot-Buchung und Verkehrssteuerung im Hafenareal sind in Umsetzung, um Wartezeiten für LKW zu minimieren.
  • Kombinierter Verkehr: Der Ausbau der KV-Terminals ist geplant, um die Kapazitäten für kranbare Sattelauflieger zu erhöhen (Modal Shift von Straße auf Schiene).

Praxis-Tipp: Unternehmen, die ESG-Kriterien (Environmental, Social, Governance) erfüllen müssen, finden im GVZ Regensburg durch den hohen Anteil an Schienen- und Wassertransport ideale Voraussetzungen für nachhaltige Logistikkonzepte.

Fazit: Für wen eignet sich das GVZ Regensburg?

Das Güterverkehrszentrum Regensburg ist kein "Billig-Standort". Es ist ein High-Performance-Cluster. Es eignet sich ideal für Unternehmen, die:

  1. Hohe Volumina im Im- und Export bewältigen müssen (Containerlogistik).
  2. Eine resiliente Lieferkette durch Multimodalität aufbauen wollen.
  3. Nähe zur Automobilindustrie oder den Märkten in Osteuropa suchen.

Wer reine Lagerfläche für C-Teile mit geringer Umschlagshäufigkeit sucht, mag im weiteren ländlichen Raum günstiger fündig werden. Wer aber Logistik als Wettbewerbsvorteil versteht, kommt in Bayern am GVZ Regensburg nicht vorbei.

Quellenangaben:

  • Bayernhafen GmbH & Co. KG: Jahresbilanzen und Strukturdaten (Stand 2023/24).
  • Stadt Regensburg, Amt für Wirtschaftsförderung: Wirtschaftsdaten und Hebesätze 2024.
  • Fraunhofer SCS: TOP 100 der Logistik - Marktgrößen und Marktsegmente.
  • Bulwiengesa / diverse Maklerreports (Colliers, JLL): Logistikmarktberichte Bayern 2024.

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