Region in Baden-Württemberg

Güterverkehrszentrum in Ulm

Der Logistik-Hotspot im Herzen Süddeutschlands.

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Lagerflächen in Ulm

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zur Filterung: Lagerung Ulm

1 Lagerflächen
Provisionsfreies Angebot

Kontraktlogistik Ulm

Objekt-Nr.: 9049

Kontraktlogistik

Warehousing (Lager mit Bewirtschaftung)

Deutschland
89079 Ulm

50000.00 m²
60000 (PP)

Preis auf Anfrage

Das GVZ Region Ulm im Experten-Check

Die Logistikbranche steht vor massiven Umbrüchen: Dekarbonisierung, Fachkräftemangel und die Notwendigkeit resilienter Lieferketten definieren den Erfolg von Standorten neu. Mitten in diesem Spannungsfeld behauptet sich das Güterverkehrszentrum (GVZ) Region Ulm als einer der leistungsfähigsten Logistik-Knotenpunkte Europas. Doch was macht diesen Standort zwischen den Metropolregionen Stuttgart und München so attraktiv? Ist es rein die geographische Lage, oder steckt das Geheimnis in der tiefgreifenden Verzahnung von Industrie, Wissenschaft und Infrastruktur?

In diesem Dossier analysieren wir alle erfolgskritischen Faktoren – von den harten Fakten der Bodenpreise bis hin zur komplexen Anbindung an die transeuropäischen Netze.

Strategische Verortung: Die Geographie des Erfolgs

Das GVZ Region Ulm liegt nicht einfach nur „günstig“. Es befindet sich im Zentrum der europäischen Wirtschaftsachse West-Ost (Paris-Bratislava/Budapest) und Nord-Süd (Skandinavien-Genua). Gelegen auf den Gemarkungen der Stadt Ulm sowie der Gemeinden Dornstadt und Beimerstetten, bildet es das operative Herzstück der Logistikregion Donau-Iller.

Warum ist die Lage für Global Player entscheidend?

Die Region fungiert als Brückenkopf für die Versorgung des süddeutschen Raums und als Gateway für den Transitverkehr über die Alpen sowie Richtung Osteuropa. Die räumliche Nähe zur „Wissenschaftsstadt Ulm“ sorgt zudem für eine Symbiose aus physischem Güterumschlag und hoch spezialisierter Forschung (z.B. in der Batterietechnologie oder dem autonomen Fahren).

Infrastruktur und Modalität: Bimodalität in Perfektion

Ein modernes GVZ definiert sich über seine Fähigkeit, Verkehrsträger effizient zu verknüpfen. Während viele Standorte mit dem Label „Trimodal“ werben, konzentriert sich die Region Ulm auf eine hochperformante Bimodalität (Schiene/Straße).

Schienenanbindung: Das Herzstück (DUSS-Terminal)

Das Containerterminal Ulm-Dornstadt wird von der DUSS (Deutsche Umschlaggesellschaft Schiene-Straße) betrieben und ist eines der leistungsstärksten im deutschen Binnenland.

  • Kapazität: Mit dem Ausbau in den letzten Jahren können hier jährlich über 120.000 Ladeeinheiten umgeschlagen werden.
  • Gleisanlagen: Mehrere 700 Meter lange Umschlaggleise ermöglichen die Abfertigung von Ganzzügen ohne zeitaufwendiges Rangieren.
  • Verbindungen: Tägliche Verbindungen zu den deutschen Nordseehäfen (Hamburg/Bremerhaven) sowie zu den Westhäfen (Rotterdam/Antwerpen) und Gateway-Verbindungen nach Italien.

Straßenanbindung: Schnittstelle der Magistralen

Das GVZ profitiert von der unmittelbaren Nähe zum Autobahnkreuz Ulm/Elchingen, dem Schnittpunkt der:

  • A8 (Karlsruhe – Stuttgart – Ulm – München – Salzburg): Die zentrale West-Ost-Verbindung.
  • A7 (Skandinavien – Hamburg – Ulm – Füssen/Österreich): Die längste Nord-Süd-Autobahn Deutschlands. Die direkte Anbindung über die B10 sorgt für eine kreuzungsfreie und schnelle Erreichbarkeit der Autobahnen, was die „Last Mile“-Kosten minimiert.

Wasseranbindung: Eine ehrliche Analyse

Im Gegensatz zu Standorten wie Duisburg oder Mannheim verfügt das GVZ Ulm über keine direkte Wasseranbindung. Die Donau ist in diesem Abschnitt nicht für die kommerzielle Güterschifffahrt (Großmotorgüterschiffe) ausgebaut. Für Unternehmen, die zwingend auf Binnenschifffahrt angewiesen sind, erfolgt der Vorlauf meist über die Häfen am Rhein oder Neckar.

Luftfracht: Die Nähe zu den Drehkreuzen

  • Flughafen Stuttgart (STR): Ca. 80 km (ca. 45-60 Min. Fahrtzeit).
  • Flughafen München (MUC): Ca. 160 km (ca. 90-110 Min. Fahrtzeit).
  • Flughafen Memmingen (FMM): Ca. 55 km (Regionaler Fokus, zunehmende Bedeutung für zeitkritische Sendungen).

Key Facts: Der Standort in Zahlen (Datenstand 2025/2026)

MerkmalDetail
GesamtflächeCa. 160 Hektar (kontinuierliche Erweiterungen)
UnternehmenÜber 50 angesiedelte Firmen
ArbeitsplätzeCa. 4.500 direkte Beschäftigte im GVZ
Umschlagleistung> 100.000 TEU pro Jahr (Terminal Dornstadt)
ZertifizierungRegelmäßige Top-Platzierungen im europäischen GVZ-Ranking

Quelle: Eigene Recherche basierend auf Daten der Stadt Ulm und GVZ-Gesellschaften.

Wirtschaftliche Kennzahlen: Kostenstruktur und Investitionsklima

Für Investoren ist die Frage nach der Rentabilität eng mit den lokalen Hebesätzen und Grundstückspreisen verknüpft. Im Vergleich zu den Metropolen Stuttgart oder München bietet die Region Ulm ein attraktives Preis-Leistungs-Verhältnis.

Miet- und Grundstückspreise

  • Grundstückspreise: Je nach Erschließungsgrad und Lage innerhalb des GVZ bewegen sich die Preise für Logistikflächen zwischen 180 € und 280 € pro m². Im Vergleich dazu liegen Spitzenpreise in München oft jenseits der 600 €-Marke.
  • Mietpreise (Bestand/Neubau): Für moderne Logistikhallen (Class A) werden aktuell Mieten zwischen 6,50 € und 8,50 € pro m² aufgerufen.

Steuerhebesätze (Stand 2025/2026 - Schätzwerte/Aktuell)

Die Hebesätze variieren leicht zwischen Ulm und den Umlandgemeinden wie Dornstadt:

  • Ulm: Gewerbesteuerhebesatz ca. 360%.
  • Dornstadt: Gewerbesteuerhebesatz ca. 340%. Dies macht insbesondere die Randgebiete des GVZ für steuersensible Unternehmen interessant.

Warum "Top-Logistikregion"? Die Erfolgsfaktoren

Die Region Donau-Iller wird regelmäßig in Studien (z.B. von bulwiengesa) als eine der Top-Logistikregionen Deutschlands geführt. Doch warum?

  1. Industrielle Basis: Im Einzugsgebiet sitzen Weltmarktführer wie Daimler Truck, Liebherr, Magirus und ratiopharm. Diese produzieren einen konstanten Güterstrom.
  2. Innovationskraft: Die enge Verzahnung mit der Universität Ulm und der TH Ulm im Bereich automatisierte Logistikprozesse sorgt für einen technologischen Vorsprung.
  3. Flächenverfügbarkeit: Während in anderen Regionen „Land unter“ herrscht, konnten in der Region Ulm durch interkommunale Zusammenarbeit (Zweckverband) sukzessive neue Flächen entwickelt werden.

Angesiedelte Unternehmen: Ein "Who is Who" der Logistik

Das GVZ ist geprägt von einem gesunden Mix aus globalen Speditionen und spezialisierten Logistikdienstleistern:

  • Dachser: Betreibt hier eines seiner wichtigsten Logistikzentren in Süddeutschland.
  • Anschütz: Spezialist für Kontraktlogistik.
  • Seifert Logistics Group: Mit Hauptsitz in Ulm nutzt das Unternehmen das GVZ als strategischen Ankerpunkt.
  • Nuvis: Moderne E-Commerce Fulfillment-Zentren.
  • DUSS: Betreiber des Containerterminals.

Arbeitskräfte und Fachkräftesituation

Ein kritischer Punkt jeder Standortbeschreibung ist heute der Faktor Mensch. Wie sieht es in Ulm aus?

Die Situation: Die Arbeitslosenquote in der Region Ulm gehört traditionell zu den niedrigsten in Deutschland (oft unter 3%). Dies bedeutet einen harten Wettbewerb um Arbeitskräfte.

Die Lösungssätze der Region:

  • Fachkräfte aus der Wissenschaft: Jährlich verlassen hunderte Absolventen mit Schwerpunkt Logistik/Supply Chain Management die lokalen Hochschulen.
  • Einzugsgebiet: Durch die gute Verkehrsanbindung pendeln Arbeitskräfte aus einem Radius von bis zu 50 km (Schwäbische Alb, Oberschwaben, Bayerisch-Schwaben) ein.
  • Automatisierung: Aufgrund des Personalmangels investieren ansässige Unternehmen überdurchschnittlich in automatisierte Lager- und Sortiersysteme.

Fragen, die Entscheider jetzt stellen müssen

Frage: Ist das GVZ Ulm bereit für die E-Mobilität im Schwerlastverkehr?

Antwort: Ja. Durch den Ausbau von Hochleistungsladepunkten im Umfeld der Autobahnanbindungen und private Investitionen der Logistiker in Ladeinfrastruktur auf den Betriebshöfen nimmt Ulm eine Vorreiterrolle ein.

Frage: Wie sicher ist die Erweiterung des Terminals?

Antwort: Der Ausbau des DUSS-Terminals ist Teil des Bundesverkehrswegeplans. Die Kapazitäten wurden bereits signifikant erhöht, um den Modal Split zugunsten der Schiene zu verschieben.

Fazit: Ein Standort mit Zukunftssicherheit

Das GVZ Region Ulm ist weit mehr als eine Ansammlung von Lagerhallen. Es ist ein hochgradig optimiertes Ökosystem, das von der Balance zwischen zentraler Lage, moderaten Kosten und technologischer Innovation lebt. Für Unternehmen, die den süddeutschen Markt bedienen oder als Hub für europäische Warenströme fungieren wollen, führt am Standort Ulm kein Weg vorbei.

Kontraktlogistik in Deutschland

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Kontraktlogistik in Europa

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