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Stationsoffensive in RLP geplant

Stationsoffensive in RLP geplant

07.07.16 (Rheinland-Pfalz) Autor:Stefan Hennigfeld

Im Rahmen der 52. Verbandsversammlung hat der Zweckverband Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz Süd (ZSPNV Süd) beschlossen, gemeinsam mit der Deutschen Bahn im Rahmen der Stationsoffensive den Bau von vierzehn zusätzlichen Haltepunkten zu prüfen. Außerdem fordert der Zweckverband vom Bund, dass er die nun beschlossene Erhöhung der Regionalisierungsmittel nicht durch eine parallele Erhöhung der Trassengebühren neutralisiert.

Im Rahmen des Eisenbahnregulierungsgesetzes soll das verhindert werden. „Wir wollen den Rheinland-Pfalz-Takt weiter ausbauen. Mit zusätzlichen Stationen bringen wir die Schiene näher an die Menschen. Wir prüfen, ob frühere Standorte reaktiviert oder als Folge neuer Siedlungsentwicklungen ganz neue Standorte möglich sind. Dabei sind die mögliche Nachfrage und eisenbahnbetriebliche Themen zu klären“, ergänzt Verbandsvorsteher Winfried Hirschberger.

„Die angekündigte Erhöhung der Regionalisierungsmittel durch den Bund ist ein gutes Zeichen, die Einigung mit den Ländern über die künftige Verteilung ein wichtiger Schritt. Aber Planungssicherheit für die kommenden Jahre haben wir erst, wenn der Bund im laufenden Gesetzgebungsverfahren für ein neues Eisenbahnrecht zusichert, dass es eine Preisbremse für die Schienenmaut und die Stationsgebühren gibt. Sonst kassieren die bundeseigenen Unternehmen die nun beschlossene Erhöhung direkt wieder ein und der notwendige Ausbau des Nahverkehrs kann nicht realisiert werden. Auch die nun mit der DB AG beschlossene Stationsoffensive kann nur realisiert werden, wenn Länder und Zweckverbände ausreichen Geld dafür haben“, so Hirschberger.

Für diese so genannte Stationsoffensive wurden nach einer groben Prüfung von über hundert möglichen Standorten landesweit 25 als verkehrlich sinnvoll ermittelt, davon befinden sich 14 im Bereich des ZSPNV Süd. Nun laufen vertiefte Untersuchungen. Dabei wird geprüft, ob die Fahrzeiten der Züge ausreichen, zusätzliche Halte einzuplanen und ob die Kommunen die Stationen befürworten. Die Finanzierungsmöglichkeiten müssen ebenfalls noch geregelt werden.

Nach ersten Schätzungen beträgt das Investitionsvolumen landesweit rund 55 Mio. €. Wenn die baurechtlichen Hürden sowie die Finanzierung vertraglich geregelt werden können, rechnet der ZSPNV Süd mit einer Realisierung der Neubaumaßnahmen in den nächsten vier bis sieben Jahren. Für jede neue Station verlangt die DB AG eine Garantieerklärung des ZSPNV Süd über zwanzig Jahre. So soll sichergestellt werden, dass die hohen Investitionen in neue Stationen auch langfristig