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PZB – Was ist das eigentlich?

Hinweis: Der Artikel vom 02.02.2011, der sich ausführlich mit der Thematik "PZB" befasst hat. Es hat sich seinerzeit um eine technisch nicht gesicherte Eisenbahnstrecke gehandelt.

 

PZB – Was ist das eigentlich?

02.02.11 Autor:Stefan Hennigfeld

 

Gerade nach dem Unfall in Hordorf am vergangenen Samstag Abend hört der Leser in allen Medien ständig die Worte „PZB“ und „Zugbeeinflussung“. Doch was genau versteckt sich eigentlich hinter dem Begriff „PZB“? Die „Punktförmige Zugbeeinflussung“, kurz auch „PZB“ genannt, kann, wie der Name schon sagt, vorallem an den Vorsignalen und Signalen einer Strecke für eine Beeinflussung der Zugfahrt sorgen.

Diese Beeinflussung erfolgt aber nur, wenn sie erforderlich ist. Ebenso sind die Ankündigungen für Geschwindigkeitsreduzierungen auf Geschwindigkeiten unter 100 km/h sowie Prüfabschnitte zur Überwachung der aktuell zulässigen Höchstgeschwindigkeit solche Überwachungspunkte. Für Strecken mit einer Höchstgeschwindigkeit von mehr als 100 km/h ist die Anwendung dieses Verfahrens zwingend erforderlich, darunter kann sie optional eingebaut werden.

(Hinweis: Bei den weiteren Ausführungen in diesem Artikel wird die sogenannte PZB90 betrachtet. Diese ist zurzeit das neuste und meistverbreiteste PZB-System.)

Wenn der Zug „grün“ hat, also mit unverminderter Geschwindigkeit weiterfahren darf, gibt es keine Beeinflussung durch die PZB. Die Signale hierfür heißen am Vorsignal Vr1 (Fahrt erwarten) und am Hauptsignal Hp1 (Fahrt). Sollte der Triebfahrzeugführer bei seiner Fahrt allerdings auf ein Vorsignal stoßen, das ihm durch das Signal Vr2 (Langsamfahrt erwarten) eine zu erwartende Langsamfahrt mit z.B. 40 km/h oder mit dem Signal Vr0 (Halt erwarten) einen zu erwartenden Halt vor dem Hauptsignal in etwa 1000 Metern Entfernung ankündigt, so muss er bestätigen, dass er dieses Signal wahrgenommen hat und seine Geschwindigkeit anpassen.

Hierfür befindet sich am Vorsignal ein Magnet, der mit einer Frequenz von 1000 Hz schwingt sowie ein weiterer am Hauptsignal mit einer Frequenz von 2000 Hz. An den Zügen befindet sich ein passendes Gegenstück hierzu, welches gegebenenfalls die Technik des Fahrzeugs beeinflusst.

So muss der Triebfahrzeugführer für die Bestätigung eines der oben genannten Signale die sogenannte „Wachsamkeitstaste“ betätigen. Sollte er dies nicht immer von drei Sekunden nach der Überfahrt des am Gleis befindlichen Magneten durchführen, veranlasst die Technik eine Zwangsbremsung und entlüftet die H