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Lager der Woche

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Deutsche Bahn fährt in die Verlustzone

Deutsche Bahn fährt in die Verlustzone

21.03.16 Autor:Stefan Hennigfeld

Die Deutsche Bahn AG hat im vergangenen Jahr erstmals seit über zehn Jahren wieder rote Zahlen geschrieben. Was sich bereits im Sommer abzeichnete, als im Rahmen des ersten Halbjahres ein deutlicher Gewinneinbruch erkennbar war, hat sich auf das Gesamtjahr bestätigt. Trotz gestiegenem Umsatz hat man einen Verlust gemacht. Das hat auch damit zu tun, dass Vermögenswerte, wie etwa vorhandene Unternehmensbeteiligungen, in ihrem Wert nach unten korrigiert werden mussten.

Der Umsatz überstieg die Vierzig-Milliarden-Euro-Marke. Das bereinigte operative Ergebnis (EBIT bereinigt) lag dagegen zum Jahresende mit 1,76 Milliarden Euro um 350 Millionen Euro (- 16,6 Prozent) unter dem Ergebnis des Vorjahres. Unter anderem durch Sonderabschreibungen im Schienengüterverkehr und Sonderbelastungen durch den Konzernumbau in Höhe von zusammen rund 1,67 Milliarden Euro ergibt sich ein negatives Jahresergebnis von -1,3 Milliarden Euro. Die Brutto-Investitionen erhöhten sich vor allem wegen zunehmender Investitionen in die Infrastruktur um 2,4 Prozent auf 9,3 Milliarden Euro.

Die Netto-Finanzschulden stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 7,9 Prozent auf 17,5 Milliarden Euro und betragen somit über vierzig Prozent des Umsatzes. Finanzvorstand Richard Lutz: „Angesichts der größten Investitions-Offensive in der Geschichte der DB AG nehmen wir eine Erhöhung der Netto-Verschuldung in Kauf. An den Kapitalmärkten bleiben wir ein verlässlicher Partner, der für Stabilität und Solidität steht.“ Im Jahresverlauf verzeichnete die Deutsche Bahn 132 Millionen Fahrgastfahrten auf der Schiene im Fernverkehr, 2,9 Millionen mehr als im Vorjahr (+2,2 Prozent).

Dagegen waren die Fahrgastzahlen in den Zügen und Bussen von DB Regio rückläufig: Die Zahl der Reisenden sank im vergangenen Jahr um 1,2 Prozent auf 2,5 Milliarden, was jedoch auch mit sich verändernden Marktanteilen zu tun hat. Insgesamt sind die Zahlen positiv: Der VDV berichtet über eine Steigerung der Fahrgastzahlen im SPNV und das Statistische Bundesamt geht sogar von noch höheren Werten aus. Diese finden jedoch nicht mehr in den Zügen des DB-Konzerns statt.

 Bemerkenswert ist jedoch, dass es trotz des zum Teil sehr harten Streiks der GDL zumindest im SPFV zu Fahrgaststeigerungen gekommen ist. Das gilt um so mehr vor dem Hintergrund der oft vorhandenen Einlassungen, wonach der Fernbus dem SPFV besonders schade. Jedoch, auch das hat das Statistische Bundesam