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LAGER[news]- Aktuelle Lagernews, Marktberichte & Information

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SVG-Hamburg zieht positive Bilanz für Pilotprojekt gegen Fahrermangel

 

 


Idee macht Schule in anderen Bundesländern

Hamburg – Die Straßenverkehrsgenossenschaft Hamburg eG (SVGHamburg) zieht eine erste positive Bilanz ihres Pilotprojektes gegen den LKW Fahrermangel. Die bundesweit einzigartige Qualifizierungsmaßnahme „Euro-Trucker“,die insbesondere Migranten anspricht, kommt in Hamburg so gut an, dass bereits der dritte Kurs in Vorbereitung ist. Inzwischen gibt es erste Nachahmer: die Straßenverkehrsgenossenschaften in Nordrhein-Westfalen, Nord- und Südbaden machen das Angebot ebenfalls. Die duale Ausbildung beginnt mit einem branchenspezifischen Deutschkurs. Dadurch erhalten erstmals auch Interessenten mit geringen Sprachkenntnissen die Chance, sich zum Trucker ausbilden zu lassen. Die Kooperationspartner SVG-Hamburg, Berlitz Sprachschule, Verband Straßengüterverkehr und Logistik Hamburg (VSH) und die Agentur für Arbeit Hamburg rechnen damit, dass der Euro-Trucker bis zum Jahresende bundesweit Schule macht.

„In diesem Jahr investiert die Arbeitsagentur und das Jobcenter team.arbeit.hamburg 240Millionen Euro in berufliche Weiterbildung für arbeitsuchende Hamburger. Davon profitiert auch die Hamburger Logistikbranche“, sagt Sönke Fock, Vorsitzender der Geschäftsführung in der Agentur für Arbeit Hamburg. „Ihren Bedarf an gut qualifizierten LKW-Fahrern bedienen wir mit ausgebildeten ‚Euro-Truckern‘, die in einer Kombination aus Sprachkurs und Qualifikation zum Berufskraftfahrer ausgebildet werden. Ein überzeugender Ansatz, um Bewerber mit Sprachproblemen den Weg zurück in den Arbeitsmarkt zu ermöglichen. Hamburg setzt mit diesem integrativen Konzept bundesweit Akzente, die sich auch auf andere Branchen, wie etwa die Gesundheitswirtschaft, übertragen lassen. Den Teilnehmern danke ich ausdrücklich für ihr persönliches Engagement, wünsche erfolgreiche Abschlussprüfungen und stets gute Fahrt.“

Die SVG ist mit der Entwicklung des Hamburger Pilotprojektes zufrieden. „Wir planen bereitsjetzt den dritten Kurs“, sagt Andreas Mähler, Vorstand der SVG-Hamburg. „Inzwischen wird die Qualifikation zum Euro-Trucker auch von den Straßenverkehrsgenossenschaften Nordrhein-Westfalen, Nord- und Südbaden angeboten. Und die Nächsten bereiten sich darauf vor. Wenn alle 17 regionalen Straßenverkehrsgenossenschaften mitmachen, können wir die Qualifikation sogar bundesweit anbieten und damit noch mehr LKW-Fahrerausbilden. Bis zum Jahresende sehen wir dafür gute Chancen.“

Drei Monate nach Beginn des Pilotprojektes Euro-Trucker haben die ersten Kursteilnehmer den vorgeschalteten Deutschkurs erfolgreich abgeschlossen. Damit haben sie sich für die nächste Ausbildungsstufe, den Fahrunterricht, sprachlich qualifiziert. Kein leichtes Unterfangen, weil ein Berufskraftfahrer sehr viele Fachausdrücke im Umgang mit Spediteuren, Zoll und Kunden beherrschen muss.

„Es geht in erster Linie um die Vermittlung von fachspezifischen Sprachkenntnissen. Aber unser Unterricht schließt auch die Vermittlung interkultureller Kompetenzen ein, die konkret dazu beitragen können, zwischen dem beruflichen Integrationsbedürfnis von Menschen mit Migrationshintergrund und dem aktuellen und zukünftigen Bedarf an qualifizierten Kräften in der Logistikbranche zu vermitteln“, sagt Rainer Ziegeler, Manager Governmental Business Nord, Berlitz Sprachschulen.

Mit dem Zertifikat vom Deutschkurs in der Tasche werden die angehenden Euro-Trucker später die Prüfung bei der Handelskammer ablegen. Zur Zeit machen sie erste Erfahrungen im praktischen Fahrunterricht. Geübt werden Abfahrkontrolle, Schalten und das Fahren im realen Verkehr. Nach einem abschließenden Praktikum werden sie schließlich zum Jahresende mit der Berufsqualifikation fertig sein und sich einen der zahlreichen unbesetzten Arbeitsplätze bei Hamburger Spediteuren aussuchen können.

Schon jetzt fehlen bundesweit rund 20.000 Fahrer. Allein in Hamburg schätzt der VSH den aktuellen Bedarf auf 500 Fahrer. Der Bundesverband Güterkraftverkehr, Logistik und Entsorgung (BGL) geht angesichts der demografischen Entwicklung in den kommenden Jahren von einer dramatischen Steigerung aus. Hinzu kommt, dass etwa ein Drittel der Fahrer aufgrund des hohen Durchschnittsalters in diesem Berufszweig in den nächsten 10 -15 Jahren in den Ruhestand gehen wird. Das Güterkraftverkehrsgewerbe steuert somit auf einen extremen Fachkräftemangel zu. Um dem entgegenzuwirken müssten in Deutschland jedes Jahr 20.000 bis 25.000 Berufskraftfahrer ausgebildet werden. Tatsächlich sind es jedoch lediglich 10 Prozent.

Expertinnen:
Sabine Rick, s.rick@svg-hamburg.de
Birgit Riege, birgit.riege@talkpoint.de

www.svg-hamburg.de