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Sparpreise unterstützen Auslastungssteuerung

12.12.16 (Fernverkehr, Verkehrspolitik) Autor:Stefan Hennigfeld


In der aktuell erschienenen Studie Mobilitätstrends 2016 kam heraus, dass dass Sparpreise ein wirksames Instrument zur Auslastungssteuerung im Eisenbahnwesen sind und darüber hinaus wesentlicher Wettbewerbsfaktor im Verhältnis zum Fernbus. Nachfrage-Wachstum für den Bahnfernverkehr und gleichzeitig weiter steigende Fahrgastzahlen für Fernlinienbusse sprechen zunächst einmal für wenig Konfliktpotential zwischen Eisenbahn und Fernbus.


Allerdings handelt es sich bei Fahrten mit dem Fernbus oft um nicht unduzierte Fahrten mit der Bahn. Daraus folgt: Das Nachfragewachstum des Bahnfernverkehrs und letztendlich auch der Umsatz könnte erheblich höher sein für die DB, gäbe es die Bus-Konkurrenz nicht. Die Bahn hat längst erkannt, dass sie im Wettbewerb mit den günstigen Fernbussen nicht chancenlos ist. Seit Mitte August letzten Jahres werden verstärkt günstige Sparpreise (ab 19 Euro pro Strecke) vermarktet.


„Die Anbieter von Fernlinienbus-Reisen, allen voran die Nummer 1, FlixBus, unterlässt keine Gelegenheit auf den Wettbewerb zwischen Bus und Pkw hinzuweisen, während die Substitutionsbeziehung zur Bahn unterschlagen werden. Tatsache ist allerdings, dass eine Vermarktungsaktion mit dem Verkauf von 2,4 Millionen Sparpreis-Tickets (wie im Sommer 2015) zu einem direkten Auslastungsproblem für die Fernbusse wird“, betont Prof. Dr. Andreas Krämer als Autor der Studie.


Diese untersucht u.a. die Nutzung und Bewertung von Bahn-Sparangeboten im deutschsprachigen Gebiet. Alle drei Staatsbahnen bieten zuggebundene Angebote an, um insbesondere preissensible Nachfragesegmente anzusprechen. Diese unterscheiden sich zwar in der Bezeichnung (Sparpreis in Deutschland, SparSchiene in Österreich und Sparbillette in der Schweiz), haben aber eine ähnliche Ausgestaltung: Sie sind zuggebunden und ermöglichen eine hohe Ersparnis gegenüber dem Normalpreis.


Hier ist die DB der ÖBB und der SBB voraus. Die Nutzung des Sparpreises in Deutschland ist deutlich stärker verbreitet als in Österreich (SparSchiene) und in der Schweiz (Sparbillette). Hierzulande hat der Sparpreis in diesem Jahr den Flexpreis als wichtigste Ticketkategorie bei den Bahnpreisen abgelöst: Bei Reisen ab 50 km einfache Strecke werden in 32 Prozent der Fälle Sparpreise genutzt, vor zwei Jahren lag der Wert noch bei 26 Prozent.


Die deutlich stärkere Inanspruchnahme der Sparpreise belegt, dass die Kunden die Abwägungsentscheidung zwischen eingeschränkter Zugauswahl einerseits und Senkung des Fahrpreises anderseits verstanden haben und zunehmend zugunsten der Sparpreise entscheiden. Einer von mehreren Vorteilen für das Unternehmen: Die zuggebundenen Angebote erreichen aus Kundensicht Bestwerte im Preis-Leistungs-Verhältnis.


Während in Deutschland die Nutzer eines Sparpreises die Bahnfahrt zu 71 Prozent als preiswürdig bezeichnen (gutes oder sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis), erreicht das Flexpreis-Segment hier nur dreißig Prozent. Damit beeinflussen die Sparpreise auch das Preisimage der Bahn im Fernverkehr. Zur Akzeptanz des Sparpreises hat auch beigetragen, dass u.a. das Angebot in der heutigen Ausgestaltung bis kurz vor Abfahrt buchbar ist, auch auf längeren Strecken Preise von 19 Euro angeboten werden und alle BahnCard-Besitzer einen zusätzlichen 25 prozentigen Rabatt auf den verfügbaren Sparpreis erhalten.


Durch die Liberalisierung des Marktes für Reisen mit Fernlinienbussen hat sich in Deutschland die Wettbewerbssituation für die Bahn verschärft. Sie leidet unter einer Nachfragesubstitution durch FLB. Allerdings kann die Wettbewerbsposition der Bahn mit günstigen Eckpreisen ab 19 EUR erheblich verbessert werden. Gerade in Kombination mit der BahnCard ergeben sich dann für eine Bahnfahrt mittlerer Strecke (400 km) Preise von etwa 14 Euro bzw. umgerechnet 3,5 Cent pro km. In diesem Fall werden nicht nur die Kosten des Pkw deutlich unterschritten, sondern z.T. auch die Preise der Fernbus-Anbieter.


Gerade weil Sparpreise nicht flächendeckend und mit begrenzter Verfügbarkeit angeboten werden, kann die DB mit diesem Angebot zielgerichtet auf Konkurrenz reagieren. Während mal also im Jahr 2002 mit dem auf Auslastungssteuerung basierenden Preissystem Pep noch in der Öffentlichkeit durchgefallen ist, ist das heute ähnlich funktionierende Sparpreissystem beim Endverbraucher angekommen. Es wird bei der Reiseplanung sowie bei der Überlegung, ob man Bus oder Bahn fährt, berücksichtigt.



Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
Siegfriedstr. 24a
58453 Witte