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Lager der Woche

Lager der Woche - Bremen


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LAGER[news]- Aktuelle Lagernews, Marktberichte & Information

Lesen Sie hier aktuelle Meldungen aus dem Bereich Rund um die Lagerlogistik. Falls auch Sie interessante News bei uns veröffentlichen möchten, dann senden Sie uns diese an presse(at)lagerflaeche(dot)de zu. Nun viel Spaß beim lesen:

Neues Hermes Hub in Ohrdruf sortiert 5.500 Großstücksendungen pro Stunde

 

 



Messen Wissenschaftler die Reaktionszeit zwischen dem Erscheinen eines Bildes und dem Beginn des Sprechens, liegt diese normalerweise bei ca. 600 Millisekunden. Wir benötigen also rund zwei Drittel einer Sekunde vom Gedanken zum Wort.

In exakt dieser Zeit wird in der neuen Hauptumschlagsbasis (Hub) des Paketlogistikers Hermes in Ohrdruf eine Sendung sortiert. Dies entspricht 5.500 Sendungen (jede 2/3 Sekunde ein Großstück)
in der Stunde.

Mit dem Hub in Ohrdruf erweitert Hermes sein bestehendes Logistiknetz um eine sechste Hauptumschlagsbasis. Weitere Basen befinden sich in Altenkunstadt, Friedewald, Haldensleben, Hückelhoven und Langenhagen.

Ohrdruf liegt in der Mitte Deutschlands und hat somit logistisch gesehen eine nahezu optimale Lage. Zudem bietet die Nähe zum Zentralhub Friedewald einen weiteren wesentlichen Standortvorteil.

Hermes investierte 14 Millionen Euro in das neue Hub, das in das bestehende Logistikzentrum der Hermes Fulfilment GmbH integriert wurde. In Ohrdruf werden vor allem sperrige Artikel wie Möbel und Teppiche, sowohl von der Hermes-Konzernmutter OTTO als auch von anderen Auftraggebern umgeschlagen.
Die Fläche des mit dem Logistikzentrum kombinierten Hubs erstreckt sich auf insgesamt 238.000 m²und bietet allein für das Hub 300 Stellplätze für Wechselbrücken (WAB) sowie 73 Tore zum Be- und Entladen.

Im Inneren sorgt hochmoderne Förder- und Sortiertechnik von Vanderlande Industries für die einwandfreie Sortierung der Sendungen. Zwei Schuhsorter, die im Kreislaufsystem betrieben werden, verarbeiten bei einer Geschwindigkeit von 2,2 m/s in der heutigen Startvariante zuverlässig die 5.500 Großstücksendungen pro Stunde.

Zusätzlich wurde eine Palettenfördertechnik zur Bereitstellung von Warensendungen an den entsprechenden Aufgabepositionen (Loader) installiert.

Die gesamte Sortieranlage ist ein Rundlauf, in dem zwei POSISORTER hintereinander geschaltet sind, und wird auf einer Bühne mit unterschiedlichen Höhenniveaus errichtet.

Zwischen den beiden POSISORTERN befindet sich ein Sammelband (Merge), auf dem die von Paletten entladenen Großstücke zusammengeführt werden. Gegenüber liegend ist im Rücklauf ein weiteres Sammelband installiert, an dem acht Wareneingangslinien von den Toren kommend zusammengeführt werden. Abhängig von der Paketlänge wird entsprechender Raum für die Sendung auf dem Abtransport reserviert.

Der POSISORTER verteilt die Kartons mithilfe von Abweisschuhen, die nach rechts und links über den Sorter gleiten können. An den Ausschleusstellen werden Weichen aktiviert und eine Gruppe von Sortierschuhen schiebt die Produkte ruckfrei in den entsprechenden Zielausgang.

Es sind insgesamt 70 Ausgangslinien vorhanden. Davon bestehen 52 aus einer geraden Rollenbahn und einem sich daran anschließenden Entladeteleskop, mit dem die LKW oder WAB direkt beladen werden können.
Gegenüberliegend befinden sich zwei Gruppen von jeweils neun Wendelrutschen. Die dort ausgeschleusten Produkte werden in Rollboxen oder auf Paletten geladen und dann zum Versand gebracht.

Die geeichte Volumenmessung aller Sendungen ermöglicht die Ermittlung von Transportkapazitäten und die umweltschonende Auslastung der Hermes-Flotte.

Im Beisein von hochrangigen Gästen aus Politik und Wissenschaft hat die Hermes Logistik Gruppe Deutschland das Hub am 28.Oktober 2011 offiziell eröffnet. Bereits im September 2011 konnte die neue Basis nach einer sechsmonatigen Bauzeit erfolgreich den Betrieb aufnehmen.

In einer möglichen Erweiterung dieses Systems können die beiden POSISORTER getrennt werden, so dass jeder seinen eigenen Rundlauf bekommt. Dann würden sowohl die Wareneingangslinien als auch die Paletten-Entladestationen mit Klappbändern ausgerüstet werden, um entscheiden zu können, auf welchen der beiden Rundläufe das jeweilige Paket gebracht werden muss. Bei dieser Variante ist eine Leistung von 8.400 Paketen pro Stunde möglich. Dies entspricht einer Zeit von rund 0,43 Sekunden je Sendung.

Bei dieser unglaublich kurzen Zeit bleiben selbst die eingangs erwähnten Wissenschaftler sprachlos.