Sie sind hier: Startseite » Rund um LAGER[flaeche] » LAGER[news]

Lager der Woche

Lager der Woche - Bremen


Interessante Logistikimmobilie in
Bremen, an der A1, A27, A28, A281


[ zum Exposé ]

Inserieren bei Lagerflaeche!

In dem Fachportal für Lagerlogistik zu inserieren. Wählen Sie eines unserer Pakete!

[ zur Übersicht ]

Sie suchen die passende Lagerfläche?

Wir unterstützen Sie bei der Suche nach der geeigneten Lager-/ Logistikimmobilie. Stellen Sie kostenlos Ihr Gesuch bei uns ein und finden Sie so Ihre Wunsch- immobilie. Voraussetzung ist nur eine kostenfreie Registrierung oder sende Sie uns die  Gesuche Vorlage  an uns zurück!

[ zur Registrierung ]

LAGER[news]- Aktuelle Lagernews, Marktberichte & Information

Lesen Sie hier aktuelle Meldungen aus dem Bereich Rund um die Lagerlogistik. Falls auch Sie interessante News bei uns veröffentlichen möchten, dann senden Sie uns diese an presse(at)lagerflaeche(dot)de zu. Nun viel Spaß beim lesen:

Mindestlohn in der Logistik -Betriebswirtschaftliche Wirklichkeit

Logo - Steinbeis



PRESSEMITTEILUNG
Mindestlohn in der Logistik -Betriebswirtschaftliche Wirklichkeit


Stuttgart/Heilbronn, 15. Januar 2015. Das Mindestlohngesetz ist seit 1. Januar 2015 in Kraft. Das Steinbeis-Beratungszentrum Spedition und Logistik (SBZ-SL), Heilbronn, hat unter Leitung von Prof. Dr. Dirk Lohre in einer aktuellen Studie am Beispiel des logistischen Teilmarktes „Stückgutverkehre“ qualitativ und quantitativ die bisher kaum erhobenen betriebswirtschaftlichen Auswirkungen des Mindestlohngesetzes (MiLoG) untersucht. Besonders betroffen von der Einführung des Mindestlohnes ist im Stückgutbereich das Fahrpersonal und zwar nahezu flächendeckend in den neuen Bundesländern und in Berlin. Durchschnittlich erhöhen sich die Kosten für Stückgutsendungen durch das MiLoG um 1,2 Prozent – ohne Berücksichtigung von zusätzlichen Verwaltungsaufwendungen.


Für die Studie hat das Steinbeis-Beratungszentrum Arbeitszeitdaten bei den Stückgutkooperationen 24plus, Cargoline, IDS, S.T.a.R., System Alliance und VTL – die rund ein Drittel des Stückgutmarktes ausmachen – stichprobenhaft erhoben. Berücksichtigt wurden hier die monatlichen Arbeitsstunden für das Fahrpersonal sowie für Mitarbeiter im Umschlag und im kaufmännischen Bereich. Auf Basis der jeweiligen Stundenumfänge wurde der künftig zu zahlende monatliche Mindestlohn nach MiLoG für die genannten Beschäftigtengruppen berechnet.


„Sehr hilfreich waren die statistischen Daten der Bundesagentur für Arbeit, die sie speziell für unsere Untersuchung zusammengestellt hat“, erklärt Professor Dirk Lohre, Leiter des SBZ-SL. „Aus den 402 Kreisen in Deutschland haben wir anhand der gelieferten Kennzahlen die Regionen identifizieren können, in denen statistisch am häufigsten Vergütungen unter dem Mindestlohn bezahlt werden.“ Für diese Regionen wurde die jeweilige Vergütung gewichtet und in eine Durchschnittsvergütung für die betrachteten Berufsgruppen überführt.
Berücksichtigung fand hierbei auch die Anzahl der beschäftigten Fahrer, d. h. Regionen mit wenigen Fahrern sind auch nur mit einem geringeren Anteil an der Durchschnittsvergütung beteiligt.


Im nächsten Schritt stellte das SBZ-SL den ermittelten Mindestlohn dem durchschnittlichen Arbeitnehmerbruttolohn in den betroffenen Regionen gegenüber. Das Ergebnis: In den betroffenen Regionen führt das MiLoG für

Nahverkehrsfahrer zu einer Erhöhung der Vergütung von etwa 16 Prozent oder von beispielsweise 1.693 Euro Durchschnittsvergütung auf rund 1.960 Euro Mindestlohn.


Anhand von Analysewerten des SBZ-SL zum Kostensplit von Stückgutsendungen konnten zudem die Auswirkungen dieser prozentualen Lohnsteigerungen aufgrund des MiLoG auf die Prozesskosten von Stückgutsendungen ermittelt werden.


MiLoG betrifft vor allem die neuen Bundesländer
„Der Mindestlohn wirkt sich insbesondere für das Fahrpersonal in den neuen Bundesländern und in Berlin sowie in den an die neuen Bundesländer angrenzenden Kreisen in Bayern, Hessen und Niedersachsen sowie Teilen Schleswig-Holsteins betriebswirtschaftlich aus“, fasst Dirk Lohre das Ergebnis zusammen. Hier lagen die Löhne in der Vergangenheit am häufigsten unter 8,50 Euro pro Stunde. Künftig profitieren insbesondere die Fahrer im Nah- und Fernverkehr aufgrund der höheren Arbeits- und Bereitschaftsstunden vom neuen MiLoG. In den vom Mindestlohn betroffenen Regionen beträgt die Kostensteigerung für das Fahrpersonal im Nahverkehr rund 16 Prozent und betrifft insgesamt knapp 30 Prozent der Ausgangstonnage und 34 Prozent der Eingangstonnage in diesem Bereich. Für Fernverkehrsfahrer steigen die Löhne um 17 Prozent, davon betroffen sind etwa 20 Prozent der Ausgangstonnage.


Das gewerbliche Umschlagspersonal verdient in 8 Prozent der Regionen weniger als 8,50 Euro je Stunde. Hier macht die durchschnittliche Kostensteigerung aufgrund des MiLoG rund 6 Prozent aus. Beim kaufmännischen Personal wirkt sich in den betroffenen Regionen bei weniger als einem Prozent der Tonnage der Mindestlohn aus, die Kostensteigerung liegt in diesen Regionen bei nur gut einem Prozent.


Weiter quantifiziert Lohre die Auswirkungen für die Versender: „Für die Abwicklung einer durchschnittlichen Stückgutsendung erhöhen sich die Produktionskosten durch das MiLoG ab dem 1. Januar 2015 um rund 1,2 Prozent. Liegen die Schwerpunkte des Versenders bei Abholung bzw. Zustellung allerdings in den genannten vom MiLoG betroffenen Regionen, kann der Kostenanstieg auch schnell ein Vielfaches betragen.“

Höhere Vergütungsansprüche erwartet


„Neben den quantitativen Auswirkungen bringt das MiLoG zusätzlich organisatorischen und administrativen Mehraufwand für alle Beteiligten mit sich“, erklärt Dirk Lohre zu der parallel durchgeführten qualitativen Befragung. So rechnen gut zwei Drittel der befragten Unternehmensvertreter mit weiteren Belastungen durch zusätzliche Aufzeichnungspflichten. Bereitschafts- und Pausenzeiten müssen genau definiert werden. Wartezeiten beim Empfänger lassen sich kaum noch tolerieren, die Disposition wird aufwändiger. Konsequente Zeiterfassung und eine straffere Organisation sind erforderlich, um Überstunden und Stundenlohn im Blick zu halten. „Zudem sind weitere Effekte durch die erforderlichen Anpassungen in der Vergütungsstruktur zu erwarten. Bereits jetzt besser vergütete Mitarbeiter werden sicherlich auch den relativen Abstand gewahrt sehen wollen und daher auch höhere Vergütungsansprüche entwickeln“, so Lohre.


Steinbeis-Beratungszentrum Spedition und Logistik
Das Steinbeis-Beratungszentrum Spedition und Logistik (SBZ-SL) mit Sitz in Heilbronn ist seit mittlerweile fünf Jahren im Umfeld logistischer Dienstleistungen forschend und beratend tätig. Es hat bereits einige Studien und Projekte, insbesondere zu den Themen Grüne Logistik, Fahrpersonalmangel, Risikomanagement und Kostenmanagement in Logistikunternehmen federführend oder begleitend durchgeführt. Zudem berät das SBZ-SL Logistikunternehmen und Verlader gleichermaßen in den Bereichen Transportnetzwerke, Landverkehrsmanagement, Produktions-Controlling sowie Nachhaltigkeit in der Transportlogistik.


Pressekontakt:
Steinbeis-Beratungszentrum Spedition und Logistik
Prof. Dr. Dirk Lohre
Robert-Bosch-Straße 32
74081 Heilbronn
Tel.: +49 7131 207 345 7
E-Mail: lohre@sbz-sl.de