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DB und ÖBB fahren Nachtzug-Verbindungen

13.10.16 (Fernverkehr) Autor:Stefan Hennigfeld


Die Deutsche Bahn wird künftig gemeinsam mit den Kollegen der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) Nachtzüge betreiben. Zum Fahrplanwechsel am 11. Dezember werden die ÖBB ihr Nachtreisezugnetz deutlich ausbauen. Die DB konzentriert sich künftig auf nachts fahrende IC- und ICE-Züge und weitet ihr Angebot in diesem Bereich aus. „Auch in Zukunft wird es ein attraktives Nachtreiseangebot in Deutschland geben“, so Berthold Huber, DB-Vorstand Verkehr und Transport. „Die Nachtreisekonzepte beider Unternehmen sichern ein vielfältiges Angebot für unterschiedliche Reisebedürfnisse: Mit komfortablen Sitzmöglichkeiten in unseren Nacht-IC/ICE, aber auch mit den klassischen Liege- und Schlafwagen der ÖBB. Wir freuen uns, die ÖBB als erfahrener Dienstleister und Vertriebspartner tatkräftig zu unterstützen.“


Die DB wird künftig in jeder Nacht acht IC- oder ICE-Fahrten anbieten. Hinzu kommen weitere nächtliche IC/ICE-Fahrten an den Wochenenden und in den Sommerferien. Drei neue Fernverkehrsverbindungen in den Tagesrandzeiten ergänzen die Nachtverbindungen. Damit erhöht sich auch die Sitzplatz-Kapazität auf wichtigen Pendler-Relationen. Das Servicekonzept in den Zügen ist auf die Bedürfnisse nachts Reisender abgestimmt: Bei einem Großteil der eingesetzten Wagen wird das Licht dimmbar sein, die Durchsagentexte werden deutlich verkürzt, um schlafende Fahrgäste möglichst wenig zu stören, und ein Großteil des Zuges wird als Ruhebereich gelten.


In den Zügen werden alle Fahrkarten und Angebote des Fernverkehrs anerkannt, wie Sparpreise, BahnCards und Monatskarten. Die Nutzung der neuen Verbindungen ist damit so einfach wie im Tagesverkehr. Darüber zeigt man sich beim Fahrgastverband Pro Bahn sehr erfreut. „Das Flair der Eisenbahn hat viel mit der Vorfreude zu tun, mit der wir als Kinder zum ersten Mal einen Schlafwagen bestiegen haben“, sagte der Ehrenvorsitzende von Pro Bahn, Karl-Peter Naumann. „Die ÖBB-Offensive ist mehr als ein alltägliches Mobilitätsangebot. Sie lässt hoffen, dass der Nachtzug als Teil der Eisenbahnkultur lebendig bleibt.“ Naumann wünschte dem Neustart der Österreicher unter dem Markennamen „Night Jet“ gutes Gelingen.


Der Bundesvorsitzende des ökologischen Verkehrsclubs VCD, Michael Ziesak, betonte, dass es auch den Nachtzügen der Deutschen Bahn nie an Fahrgästen gemangelt habe. „Was den deutschen Nachtzügen fehlte, waren nicht die Kunden, sondern die Rückendeckung der Politik“, sagte der VCD-Chef. „Im Konkurrenzkampf gegen Billigflieger und ein schnell wachsendes Nachtnetz bei Fernbussen, sind die Bahnen strategisch gut beraten, ein hervorragendes europäisches Nachtzugangebot aufzubauen.“


In diesem Zusammenhang wurde erneut auf die Mautfreiheit für Fernbusse hingewiesen. Das halten die Verbände für einen strukturellen Nachteil der Schiene. Auch dass Stromsteuern und die EEG-Umlage fällig werden, Kerosin als Treibstoff für Flugzeuge jedoch nicht besteuert wird, hält man für einen Nachteil. Man fordert, die Kosten für den Eisenbahnverkehr deutlich zu senken und hat sich bereits in der Vergangenheit dafür ausgesprochen, Fernbusse genauso zu bemauten wie Lastwagen.


Auch die EVG hat sich geäußert und zeigt sich enttäuscht. „Nur weil die normalen Reisezüge jetzt auch in der Nacht fahren, bieten diese noch lange nicht den Komfort eines klassischen Nachtzugs; da sind die Reisenden bislang anderes gewohnt“, stellte der EVG-Vorsitzende Alexander Kirchner fest. Zudem werde das Angebot an entsprechenden Verbindungen reduziert. „Verbesserungen sehen wir da nicht.“ Er kritisierte, dass – anders als von den Betriebsräten gefordert – die Mitarbeiter der bisherigen Nachtzüge so gut wie keine Möglichkeit hätten, auf den neuen Verbindungen tätig zu werden. „Es gab Vorschläge, die dies möglich gemacht hätten, die hat die DB AG aber nicht umsetzen wollen.“


Nach Einschätzung des EVG-Vorsitzenden müsse sich zudem noch erweisen, ob die Reisenden das neue Angebot annehmen und ob die Rahmenbedingungen akzeptabel seien. „Nach unserer Auffassung ist ein Markt für den klassischen Nachtzug, wie auch für den Autoreisezug da, um diese aber wirtschaftlich betreiben zu können, müssen die europäischen Eisenbahnen in dieser Frage viel stärker zusammenarbeiten.“ Entsprechendes Engagement aber suche man allerdings vergeblich, obwohl eine große Nachfrage vorhanden sei, wie Umfragen ergeben hätten. Die Schiene müsse ihre Stärken deutlich besser ausspielen.



Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
Siegfriedstr. 24a
58453 Witte