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Lager der Woche

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LAGER[news]- Aktuelle Lagernews, Marktberichte & Information

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BREMER LOGISTIKTAG bringt Brancheninsider zusammen und weist Wege zu guter Partnerschaft

Logo - BREMER LOGISTIKTAG

 

 

PRESSEMITTEILUNG


Spielregeln im Umgang mit Brasilien:


BREMER LOGISTIKTAG bringt Brancheninsider zusammen und weist Wege zu guter Partnerschaft

  • Auf Wachstumskurs: Brasiliens Botschafterin wirbt für ihr Land
  • Fehler, Fallen, Fallstricke: kulturelle Unterschiede im Business beachten
  • Strategie und Taktik: Podiumsdiskussion mit Dr. Ottmar Gast (Hamburg Süd)


Bremen, 3. und 4. Juli 2014 – Spielregeln, Strategie und Taktik in der Zusammenarbeit mit Lateinamerikas größter Volkswirtschaft Brasilien standen zwei Tage lang im Mittelpunkt des 8. BREMER LOGISTIKTAGs. Rund 180 Experten aus Hafen- und Logistikwirtschaft, Wissenschaft und Politik diskutierten im Dorint Park Hotel über Chancen und Risiken in den Geschäftsbeziehungen mit dem Schwellenland, aber auch über Herausforderungen in der Logistik auf lokaler und internationaler Ebene.

 

Der Veranstalter VIA BREMEN Foundation hatte das Motto der Veranstaltung „Spielregeln - Strategie - Taktik: Fußball trifft Logistik“ und auch das Gastland Brasilien bewusst mit Blick auf die Fußball-WM gewählt. Bremens Wirtschafts- und Häfensenator Martin Günthner nahm mit seinem Vortrag „Bremen – starker Player in der Nationalmannschaft des Logistik-Weltmeisters“ den Ball auf. Er hob die herausragenden Industrie- und Logistikleistungen des kleinsten Bundeslandes hervor, warnte aber auch vor einer weiteren Vernachlässigung der Verkehrsinfrastruktur. „Wir fahren unsere Infrastruktur auf Verschleiß“, sagte Günthner.


Zuvor hatte bereits der Schirmherr der Veranstaltung, Bremens Bürgermeister und Präsident des Senats Jens Böhrnsen, die geostrategische Lage des Bundeslandes hervorgehoben und ebenfalls für Investitionen in die Verkehrsanbindungen auch durch den Bund geworben. Für Bremen als exportorientierten Standort seien jetzt schnelle Verbesserungen der Schienenverbindungen vonnöten. „Wir müssen kurzfristig Bypässe bauen, um die Anbindung Bremerhavens bei steigenden Gütermengen zu gewährleisten“, forderte er.

 

Brasiliens Botschafterin in Deutschland, Maria Luiza Ribeiro Viotti, warb mit beeindruckenden Zahlen für weitere Investitionen in ihr Land. So sei Brasiliens Bruttoinlandsprodukt innerhalb von zehn Jahren um 44,5 Prozent gestiegen. Die siebtgrößte Volkswirtschaft der Welt hat ehrgeizige Programme zum Ausbau seiner Verkehrsinfrastruktur aufgelegt, darunter auch zum Ausbau von 29 Häfen. Deutschland sei bereits mit 1.600 Unternehmen in Brasilien aktiv und deutsche Firmen investieren jährlich 30 Milliarden US-Dollar im Land. Ihre Botschaft an die versammelten Experten: Investieren Sie weiter und bauen Sie die Wirtschaftsbeziehungen aus. Die Justizministerin des Bundesstaates Paraná, Dr. Maria Tereza Uille Gomes, zeigte anhand der Häfen Paranagua und Antonina im Süden Brasiliens konkrete Möglichkeiten für Investitionen auf.

 

Dass das Business mit Brasilien allerdings auch rechtliche Fallstricke bereithalten kann, darauf wies der Osnabrücker Rechtsanwalt Parvis Papoli-Barawati hin. Er ist auf die Beratung von Unternehmen spezialisiert, die sich in Brasilien engagieren. Auf kulturelle Unterschiede gingen Katrin Nissel, Brasilien-Beauftragte der Hochschule Bremen, und Roseli Goncalves von der Firma INROS LACKNER ein. Ihr Credo: Erfolgreiche interkulturelle Zusammenarbeit setzt Flexibilität auf beiden Seiten voraus.

 

Aus der Sicht einer Logistikerin, die seit mehr als zehn Jahren für Speditionen und Reedereien den lateinamerikanischen Markt bearbeitet, berichtete Sabine Aurich über ihre Erfahrungen mit Brasilien. Die Exportleiterin Südamerika beim Bremer Unternehmen Röhlig warb ausdrücklich für eine Zusammenarbeit deutscher Unternehmen mit dem Land. „Es lohnt sich, weil die brasilianischen Kollegen hoch motiviert und professionell arbeiten“, sagte sie. Durch einen Schulterschluss könne weitere wirtschaftliche Entwicklung eingeleitet werden.


Eine Erfolgsgeschichte berichtete Stephan Grüner von BMS Logistica. Das Joint Venture ist seit 2002 in Brasilien aktiv und organisiert etwa den Transport von Fertigfahrzeugen aus Autowerken, etwa von Mercedes-Benz, zu Händlern bzw. zum Seehafen. Darüber hinaus übernimmt die Tochtergesellschaft Motoliner Amazonas für Honda Motorradtransporte über den Amazonas. Für die Bremer Zech Group ist Brasilien das größte ausländische Standbein. Seit knapp 50 Jahren sind brasilianische Baufirmen unter dem Dach der Zech-Gruppe im klassischen Hoch-, Industrie- und Infrastrukturbau aktiv. Auf Besonderheiten und Herausforderungen wies Johannes Weissbach, Geschäftsführer Zech International, hin.


Der zweite Veranstaltungstag lieferte Beispiele dafür, dass Wissenschaft zunehmend Einzug in Bereiche erhält, wo es eigentlich nur darum geht, Güter von A nach B zu transportieren. Wie erfolgreich die Verzahnung von Logistik und Wissenschaft etwa bei der Simulation von Containerterminals gelingt, führte Prof. Dr. Holger Schütt von der Hochschule Bremerhaven an internationalen Beispielen aus. Von der gewinnbringenden Kooperation im Bereich Innovationsmanagement berichteten Dr. Sven Hermann vom Verpackungslogistiker PTS Logistics und Prof. Dr. Julia C. Bendul von der Jacobs University Bremen.


Welche Spielregeln und Strategien sich in der Logistik mit Brasilien auszahlen, diskutierten Dr. Ottmar Gast, Sprecher der Geschäftsführung Hamburg Süd, Frank Dreeke, Vorstandsvorsitzender der BLG Logistics Group, und Dr. Jörg Mosolf, Geschäftsführender Gesellschafter der Horst Mosolf Internationale Spedition, auf dem Podium. „Das Land bietet immense Potenziale und ist mit seinem Optimismus und seiner Lebensfreude unheimlich motivierend. Was man braucht, ist Gelassenheit und Geduld. Man muss sich für viele Dinge einfach mehr Zeit nehmen“, so BLG-C